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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht mit Außenminister Sigmar Gabriel. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Symbolischer Schritt

Gabriel: G20-Treffen sollten künftig in New York stattfinden

Beim Gipfel will die SPD der Kanzlerin nicht allein das Feld überlassen und präsentiert nun zum Start eigene Ideen.

Berlin (dpa) - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat angeregt, die G20-Treffen regelmäßig in New York stattfinden zu lassen. Die Treffen in der Stadt, in der die Vereinten Nationen (UN) ihren Sitz haben, abzuhalten, wäre ein "großer symbolischer Schritt nach vorn", sagte Gabriel heute im Deutschlandfunk.

Die Frage sei doch, ob man dieses Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die nur einen Teil der Welt repräsentieren, nicht viel stärker in die UN einbinden müsse, sagte Gabriel. Viele Staaten fühlten sich ausgegrenzt.

Gabriel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wollen laut "Bild"-Zeitung heute ein Papier vorstellen, in dem sie sich dagegen aussprechen, G20-Konferenzen in Großstädten des Landes mit dem jeweiligen Vorsitz auszurichten. Stattdessen sollten die Gipfel künftig im UN-Gebäude in New York stattfinden.

Mit Blick auf die enormen Kosten und das massive Aufgebot an Sicherheitskräften beim G20-Gipfel in Hamburg sagte Gabriel: "Die Städte sind natürlich bei solchen Veranstaltungen belastet, durch den Einsatz riesiger Sicherheitskräfte. Das müssen Demokratien im Zweifel schaffen. Entscheidender sei jedoch, dass man durch eine regelmäßige Austragung in New York zeige: "Uns sind die Vereinten Nationen wichtig."

Gabriel sieht darin eine Chance, dass die Absichtserklärungen nach Abschluss der Gipfeltreffen verbindlicher werden. "Auch das würde bei den Vereinten Nationen eher gelingen", sagte der Außenminister.

Zum G20-Treffen am Freitag und Samstag werden in Hamburg mehr als 100 000 Gegendemonstranten erwartet - darunter bis zu 8000 gewaltbereite.

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