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Christian Ude glaubt an einen Wechsel in Bayern.

Gabriel schwört Partei ein

Ude: Höchste Zeit für Rot-Grün in Bayern

Augsburg - SPD-Chef Sigmar Gabriel und der bayerische Landtags-Spitzenkandidat Christian Ude haben ihre Partei zu einem engagierten Kampf um die Macht im Freistaat aufgerufen.

„Es wird Zeit für den demokratischen Wandel endlich auch in Bayern“, sagte Gabriel am Sonntag auf dem SPD-Bundesparteitag in Augsburg. Ude rief den Delegierten zu: „Für eine rot-grüne Politik ist es in Deutschland wie auch speziell in Bayern höchste Zeit.“ Dafür wolle man in den nächsten Monaten bis zu den Wahlen gemeinsam kämpfen. „Dazu lohnt es sich für jedes SPD-Mitglied, jetzt die Ärmel aufzukrempeln.“ Zunächst brauche es den Erfolg bei der Landtagswahl am 15. September, dem dann ein Erfolg bei der Bundestagswahl am 22. September folge, sagte Ude.

In Umfragen liegt das von der SPD angestrebte Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern derzeit merklich hinter der CSU zurück. Ude demonstrierte aber Optimismus. „Die Realität ist beflügelnd - und irgendwann werden sich die Umfragen der Realität anpassen“, sagte er.

Der Münchner Oberbürgermeister betonte in seiner Rede vor den Delegierten, die SPD wolle nicht das Land auswechseln und nicht den Erfolg Bayerns infrage stellen - aber eine besser Politik machen. „Wir wollen eine bessere Politik im Land und eine bessere Regierung.“

Insbesondere den amtierenden Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) griff Ude scharf an. Die Staatsregierung stolpere „von einer Kehrtwende in die andere und von einer Peinlichkeit in die andere“. Seehofer wechsle seine politischen Positionen bekanntlich in atemberaubendem Tempo.

Auch die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth ging in einer Gastrede auf dem Augsburger Parteitag mit der CSU hart ins Gericht und forderte einen Machtwechsel: „Der liebe Gott hat das schöne Bayern nicht der CSU vermacht.“ Eine neue bayerische Landesregierung ohne CSU sei nicht nur denkbar, sondern auch machbar, betonte sie.

dpa

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