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Den Vorschlag von Thüringens SPD-Chef Andreas Bausewein zur Aussetzung der Schulpflicht für Kinder von Asylbewerbern lehnte er ab.

"Schnellstens korrigieren"

Gabriel warnt vor "Zerrbild Deutschlands"

Berlin - Am Montag hat Vizebundeskanzler Sigmar Gabriel das Flüchtlingsheim in Heidenau besucht. Jetzt macht er sich stark für die Flüchtlinge und warnt vor einem "Zerrbild Deutschlands".

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich gegen ein von rassistischen Übergriffen geprägtes Deutschlandbild gewandt. „Das Bild, das die Ausländerfeinde und Rechtsradikalen über Deutschland verbreiten, ist ein Zerrbild“, sagte Gabriel am Mittwoch in Berlin. „Diesen Eindruck müssen wir schnellstens korrigieren.“ Es gebe hunderttausendfache Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen, schutzsuchenden Familien, alleinstehenden Kindern.

Deutschland habe sich seit der Asyldebatte Anfang der 90er Jahre zum Guten verändert. „Ich glaube, dass es wichtig ist, darauf gerade in diesen Tagen hinzuweisen, wo eine verschwindende, aber gewaltbereite und terroristische Minderheit versucht, Deutschlands Bild zu verzerren“, sagte der SPD-Chef. Ausdrücklich bedanken wolle er sich bei den ehrenamtlichen Helfern, aber auch den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes.

Gabriel unterstützte einen Vorstoß von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), den Bundesfreiwilligendienst um 5000 zusätzliche Freiwillige zur Bewältigung der Flüchtlingsfrage aufzustocken.

Den Vorschlag von Thüringens SPD-Chef Andreas Bausewein zur Aussetzung der Schulpflicht für Kinder von Asylbewerbern lehnte er ab. Unterm Strich seien deutlich mehr als drei Milliarden Euro zur Bewältigung der Flüchtlingsfrage nötig, nehme man zusätzlich nötige Mittel etwa zur Qualifizierung von Flüchtlingen hinzu.

dpa

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