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Außenminister Sigmar Gabriel während seiner Rede in Pristina. Foto: Monika Skolimowska

Trotz wachsender Spannungen

Gabriel für EU-Beitritt der Balkanstaaten

Pristina - EU-Beitrittsperspektive als Stabilitätsfaktor: Funktioniert das auf dem Balkan noch? Die Spannungen in der Region wachsen. Gabriel sagt bei seinem Besuch europäische Hilfe zu.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat davor gewarnt, dass auf dem Balkan alte Konflikte wieder aufflammen könnten. Nur die Aussicht auf Mitgliedschaft in der EU könne dazu führen, „dass die schwierigen, alten nationalen Emotionen, die bis hin zur Gewalt geführt haben, dass die im Zaum gehalten werden“, sagte Gabriel zum Abschluss seiner zweitägigen Balkanreise im kosovarischen Pristina der Deutschen Welle. „Insofern müssen wir die Tür offen halten, (.) sonst wird das wieder zu einem Brandherd Europas.“

Seit geraumer Zeit wachsen die Spannungen auf dem Balkan wieder. Im Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo um den Status der seit neun Jahren unabhängigen früheren serbischen Provinz gibt es keine Bewegung. Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien haben mit massiven innenpolitischen Problemen zu kämpfen.

Gabriel besuchte auf seiner Reise Serbien und das Kosovo. Am Ostermontag will er nach Albanien. Der Außenminister sagte, er habe sich mit seinen EU-Kollegen darauf verständigt, durch häufigere Reisen wieder eine stärkere Präsenz in der Region zu zeigen.

dpa

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