Regierungserklärung

Gabriel wirbt im Bundestag für Mindestlohn

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht in dem geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro die Basis für eine Stärkung des Modells der sozialen Marktwirtschaft.

„Arbeit und Leistung müssen ihren Wert haben“, sagte Gabriel am Donnerstag in einer Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht im Bundestag. Die Würde und Wertschätzung des arbeitenden Menschen müssten zum Ausdruck zu kommen. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro sei der Versuch einer Abkehr „von dem entwürdigenden Zustand“, dass Vollzeit arbeitende Menschen trotzdem zum Sozialamt gehen müssen.

„Damit muss in diesem Land Schluss sein“, sagte Gabriel. „Die soziale Marktwirtschaft gehört zu den besten Traditionen der deutschen Geschichte. An diese wollen wir anknüpfen.“ Wirtschaftspolitik sei auch Gesellschaftspolitik, es gehe um gerechte Rahmenbedingungen.

In dem Bericht rechnet die schwarz-rote Bundesregierung für dieses Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 Prozent. Für 2015 wird ein Plus von 2,0 Prozent erwartet. Gabriel sagte, die wichtigste Stütze werde der private Konsum sein. Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2014 um 240 000 auf den Rekordwert von 42,1 Millionen klettern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ticker zur Österreich-Wahl: Darum gibt‘s das Endergebnis erst am Donnerstag
Nach der Wahl 2017 in Österreich liegt der 31-jährige Sebastian Kurz (ÖVP) klar vorn. Das Ergebnis im Live-Ticker zur Nationalratswahl.
Ticker zur Österreich-Wahl: Darum gibt‘s das Endergebnis erst am Donnerstag
Spannung vor Jamaika-Gesprächen
Rente, Pflege, Gesundheit, Mieten: Die Parteien haben im Wahlkampf soziale Wohltaten versprochen. Doch das kann teuer werden - für Steuer- und Beitragszahler.
Spannung vor Jamaika-Gesprächen
Katalanischer Polizeichef ist nach Anhörung wieder frei
Bei einem Referendum stimmten 90 Prozent der Wähler für die Abspaltung Kataloniens von Spanien - die Unabhängigkeit der Region wurde aber noch nicht erklärt. Das zweite …
Katalanischer Polizeichef ist nach Anhörung wieder frei
Bizarrer Machtkampf bei den Linken
Wagenknecht, Bartsch, Kipping und Riexinger - in der Führungsriege der Linken geht es nicht gerade harmonisch zu. Der Burgfrieden des Wahlkampfs ist dahin. Sorgen um die …
Bizarrer Machtkampf bei den Linken

Kommentare