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Gabriele Pauli.

Sie spricht über die CSU und ihr heutiges Leben

Er verspottete sie einst: Wählen Sie Markus Söder, Frau Pauli? 

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2007 leitete Gabriele Pauli den Sturz des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ein. Doch was macht sie heute? Und was denkt sie über ihren einstigen Widersacher Markus Söder, der sie einst verspottet hatte?

München - Gabriele Pauli war 2007 maßgeblich am Sturz des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber beteiligt. Sie hat ihre einstige Partei, die CSU, derart in Aufruhr versetzt, wie keine zweite Frau, als sie Stoiber im CSU-Vorstand beschuldigte, sie bespitzeln zu lassen. Der konterte: „So wichtig sind Sie nicht.“ Er sollte sich irren.

Stoibers Tage als CSU-Oberhaupt und Landesvater waren gezählt, Pauli trat aus der Partei aus und schloss sich den Freien Wählern an, ehe sie eine eigene Partei gründete und sich auf Sylt erfolglos um das Bürgermeisteramt bewarb. Zuvor aber tingelte sie durch Talkshows, ließ sich in Latex-Handschuhen ablichten oder nackt in die bayerische Fahne gehüllt. Ihre Forderung, die Ehe auf sieben Jahre zu befristen, löste europaweit Wirbel aus.

Gabriele Pauli sitzt 2014 in Westerland auf Sylt (Schleswig-Holstein) in einem Strandkorb, nachdem sie hier ihr Programm für die Bürgermeisterkandidatur vorgestellt hatte.

Wird Gabriele Pauli Ex-Widersacher Söder wählen?

2016 verkündete sie ihren Rückzug aus der Politik. Sie übernahm das Juweliergeschäft ihrer Mutter in Zirndorf, hat es jedoch mittlerweile verkauft, weil sie mit dem Geschäft zu viele Erinnerungen verbinden würde, erklärte sie dem Magazin Stern im Jahre 2017. „Das Haus, in dem wir, also die ganze Familie, uns früher zum Essen versammelt haben, das war nun leer“, so Pauli, die im vergangenen Jahr ihren 60. Geburtstag feierte.

In der Bild-Zeitung erklärte sie nun, dass sie den späten Zeitpunkt des Rückzugs aus der Politik, nach drei Jahrzehnten in der CSU, ein wenig bereue: „Natürlich bezahlt man für seine politische Karriere mit Lebensqualität.“ Den Weg, sich mit den hohen Herren der Partei anzulegen, aber bereut sie nicht. „Es war ein heilsames Erlebnis für die CSU, die damals überheblich geworden war durch die Macht“, glaubt sie. 

Der neue Landesvater in Bayern heißt Markus Söder. Der verspottete sie einst als „Tatjana Gsell der CSU“. Was sagt Pauli zu ihm? Bild fragte, ob sie Söder denn wählen werde, wenn im Oktober die Landtagswahl in Bayern anstehe. Gabriele Pauli holte dem Bericht nach etwas weiter aus, erzählte davon, dass die CSU von den Grundsätzen ihre Partei geblieben sei, aber dass manche Ex-Parteifreunde einen populistischen Kurs fahren, der ihr nicht gefällt. Auch wenn sich Pauli wohl kein klares „Nein“ entlocken ließ, lässt ihre Antwort schon tief blicken. Den Söder-Satz von einst dürfte sie nicht vergessen haben.

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2013: Gabriele Pauli stellt ihr Buch „Die rote Rebellin - Fortschritt braucht Provokation“ in München vor.

Gabriele Pauli bleibt eine Abenteurerin

Pauli war zwischen 1989 und 2007 Mitglied im Landesvorstand der CSU sowie Landrätin im mittelfränkischen Landkreis Fürth (1990–2008). Doch das ist Geschichte. 2016 wetterte sie noch im Münchner Merkur gegen Seehofers „Crashkurs“ gegenüber Kanzlerin Angela Merkel und geißelte diesen als „unverantwortlich“. Pauli: „Wenn es die CDU in Bayern gäbe, wäre ich dabei. Ich fühle mich Angela Merkel viel näher als Horst Seehofer.“

Pauli ist zweimal geschieden und hat eine erwachsene Tochter. Mit der reiste sie erst kürzlich nach Nepal, sagte sie dem Blatt. Sie bleibt also eine Abenteurerin.

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