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Gabriele Pauli.

Von Bayern nach Sylt?

Pauli will bald über Kandidatur entscheiden

Westerland/Sylt - Die frühere CSU-Politikerin Gabriele Pauli  (57) will im September eine Entscheidung über eine Kandidatur zur Wahl als Bürgermeisterin von Sylt treffen.

„Ich entscheide mich in Kürze, aber heute wird es noch keine Aussage dazu geben“, sagte die ehemalige Fürther Landrätin der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag vor einer Buchlesung auf Sylt. „Ich werde noch Gespräche führen, Informationen sammeln. Es muss passen, zu Sylt passen. Mir würd's Freude machen.“ Im Falle einer Kandidatur sieht Pauli Themen wie Überalterung und die klinische Versorgung als wichtig an. Pauli wurde 2006 bundesweit bekannt, weil sie zum Sturz des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) beitrug. In der Gemeinde Sylt wird am 14. Dezember ein neuer Bürgermeister gewählt.

Grundsätzlich steht die frühere CSU-Rebellin einer möglichen Zukunft auf der Nordseeinsel positiv gegenüber: „Ich kann mir vorstellen, auf Sylt zu leben, zu wohnen, zu arbeiten.“ Nach 18 Jahren als Landrätin, danach als Mitglied des bayerischen Landtags, stelle sich nun die Frage, ob sie in der Politik bleibe. „Beschäftigung gibt's genug. Ich habe etliche Angebote aus der freien Wirtschaft und Politik erhalten. Dass ich mich ganz zurückziehe, entspricht mir nicht.“

Den im Vorfeld geäußerten Vorwurf, eine Ortsfremde sei nicht geeignet als Bürgermeisterin, lässt Pauli nicht gelten. Sie habe von Syltern gehört, dass es zwar schön sei, Einheimische als Kandidaten zu haben, dass aber auch die Unbefangenheit einer Ortsfremden geschätzt werde.

dpa

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