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Bundespräsident Joachim Gauck.

Lob für deutsche Soldaten

Gauck besucht syrische Flüchtlinge in der Türkei

Kahramanmaras - Bundespräsident Joachim Gauck hat die enormen Anstrengungen der Türkei bei der Hilfe für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge gelobt.

Davor habe er „großen Respekt“, sagte Gauck am Sonntag beim Besuch eines Lagers mit etwa 16.000 Flüchtlingen in der Südtürkei. Nach Schätzungen der Regierung in Ankara haben fast eine Million Syrer in der Türkei Zuflucht gefunden.

Auch Deutschland könne noch mehr zur Unterstützung der Flüchtlinge unternehmen, sagte das Staatsoberhaupt. Es sei zwar bereits einiges geschehen. „Aber wir dürfen die Hände nicht in den Schoß legen.“

Gauck informierte sich in einem Flüchtlingslager am Rande der Stadt Kahramanmaras über die Lage der Menschen, die vor den blutigen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat geflohen sind. Er befragte syrische Kinder nach ihrem Schicksal und sprach auch mit Vertretern von Hilfsorganisationen. Die Kinder begrüßten die Besucher mit Tanz und gespielten Szenen aus ihrem Alltagsleben.

Gauck würdigt Einsatz der Bundeswehr-Soldaten in der Türkei

In der Nähe von Kahramanmaras traf Gauck, der von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet wird, am Sonntag auch mit deutschen Soldaten zusammen. Er würdigte ihren Einsatz an der türkisch-syrischen Grenze: „Mit Ihrem Einsatz haben Sie dazu beigetragen, dass der Syrien-Konflikt bisher nicht auf die Türkei übergegriffen hat.“ In Kahramanmaras sind etwa 300 deutsche Soldaten stationiert, die mit Patriot-Raketen den Luftraum im Grenzgebiet schützen.

Anfangsschwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit den türkischen Soldaten in Kahramanmaras seien überwunden worden, sagte Gauck. Er wünsche sich, dass der Einsatz im Südosten der Türkei auch in der deutschen Öffentlichkeit gewürdigt werde. Der Auftrag fern der Heimat erwachse aus der Bündnisverpflichtung gegenüber dem NATO-Partner Türkei.

Gauck war am Samstag in die Türkei gereist. Am Montag wird er in Ankara von Staatspräsident Abdullah Gül und Regierungschef Recep Tayyip Erdogan empfangen.

dpa

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