+
Bundespräsident Joachim Gauck (li.) am Montag zu Besuch beim türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Präsident weißt Erdogan-Kritik zurück:

Gauck: „Ich war noch zurückhaltend“

Istanbul  - Bundespräsident Joachim Gauck hat Vorwürfe des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen seiner Kritik an demokratischen Defiziten in der Türkei zurückgewiesen.

„Ich habe mir erlaubt, das zu tun, was ich immer tue. Nämlich die kritischen Themen, die in einer Gesellschaft diskutiert werden, aufzunehmen. Das ist normal unter Freunden“, sagte Gauck. Ich habe nichts erfunden, ich bin eher noch zurückhaltend gewesen.“

Erdogan hatte Gauck „Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes“ vorgeworfen. Dazu sagte der Bundespräsident, er frage nicht nur bei den Regierenden, sondern auch bei den Regierten nach. „Wir bilden uns aus beiden Informationen unser Bild.“ Zuvor war Gauck auch mit Regierungsgegnern zusammengetroffen, die zum Teil massive Kritik an autoritären Tendenzen der Regierung Erdogan übten. Gauck beendet am Dienstag seinen Staatsbesuch in der Türkei.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„AfD eine Adrenalinspritze verpasst“: Schweizer Zeitung NZZ attackiert Merkel scharf
In der Debatte um die politische Zukunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nun auch die „Neue Zürcher Zeitung“ zu Wort gemeldet.
„AfD eine Adrenalinspritze verpasst“: Schweizer Zeitung NZZ attackiert Merkel scharf
Was wird aus Guttenberg? Entscheidung offenbar gefallen
Vor der Bundestagswahl war heftig über ein Polit-Comeback von Karl-Theodor zu Guttenberg spekuliert worden. Kommt er zurück - oder nicht? Jetzt ist offenbar eine …
Was wird aus Guttenberg? Entscheidung offenbar gefallen
Madrid will Zwangsmaßnahmen gegen Katalonien beschließen
Gegen die Separatisten Kataloniens will Spaniens Ministerpräsident Rajoy den umstrittenen Artikel 155 anwenden. Wenige Stunden vor der Bekanntgabe von Zwangsmaßnahmen …
Madrid will Zwangsmaßnahmen gegen Katalonien beschließen
Parlamentswahl in Tschechien endet
Rund 8,4 Millionen Menschen können in Tschechien ihre Stimme bei der Parlamentswahl abgeben. Favorit ist ein Populist.
Parlamentswahl in Tschechien endet

Kommentare