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Heinz Fischer, Bundespräsident der Republik Österreich (3.v.l, weiter l-r), Bundespräsident Joachim Gauck und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) beim Festakt zum 100. Geburtstag von Willy Brandt in der Musik- und Kongresshalle in Lübeck.

Festakt zum 100. Geburtstag

Joachim Gauck würdigt Willy Brandt

Lübeck - Mit einem Festakt haben am Mittwoch in Lübeck Politiker aus dem In- und Ausland an den 100. Geburtstag von Willy Brandt (1913-1992) erinnert.

Auch mehr als 20 Jahre nach seinem Tod sei Brandt noch immer gegenwärtig, sagte Bundespräsident Joachim Gauck. Er verkörpere Werte wie Freiheitsliebe und Streben nach Frieden und Gerechtigkeit und habe mehr als 20 Jahre nach Kriegsende dem Ausland das Vertrauen in Deutschland zurückgegeben, sagte Gauck vor rund 1500 Gästen in der Musik- und Kongresshalle.

Sein österreichischer Amtskollege Heinz Fischer würdigte Brandt mit den Worten: „Er hatte gute Freunde, begeisterte Anhänger und erbitterte Gegner. Aber die Geschichte hat zu seinen Gunsten entschieden. Heute weiß man, das Willy Brandt ein Glück für Deutschland und Europa war“, sagte Fischer.

Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) war der Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Bundeskanzler „einer der charismatischsten und einflussreichsten Politiker der deutschen Nachkriegsgeschichte“.

In einem Grußwort der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt Stiftung sagte der frühere norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre: „Wir Norweger feiern Brandt in diesem Jahr gleich zweimal. Neben dem des 100. Geburtstags haben wir im April den 80. Jahrestag seiner Ankunft in Norwegen gefeiert“ sagte er. Brandt hatte von 1933 bis 1940 im norwegischen Exil verbracht.

Geboren wurde er am 18. Dezember 1913 als Herbert Frahm in Lübeck. 1969 wurde er zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler nach 1945 gewählt. Für seine Friedens- und Entspannungspolitik erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis, 1972 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Hansestadt Lübeck verliehen. Brandt starb 1992 in Unkel bei Bonn.

dpa

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