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Alice Weidel und Alexander Gauland beim Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg

Umfragewerte im Sinkflug

Gauland und Weidel bitten AfD-Basis: „Keine dumpfen Parolen“

So langsam muss die AfD um den Einzug in den Bundestag bangen. Die Spitzenkandidaten mahnen die Partei deshalb nun eindringlich: „Keine Skandale!“

Berlin - Die AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl haben die Mitglieder davor gewarnt, die Wähler mit dumpfen Sprüchen zu verschrecken. „Sie wollen keine dumpfen Parolen, sie wollen keine Skandale“, sagte Alexander Gauland in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft an die AfD-Basis. Die potenziellen AfD-Wähler wollten „eine laute, aber konstruktive Oppositionspartei“. Alice Weidel sagte mit Blick auf den Bundestagswahlkampf: „Dieses Jahr wird das härteste Jahr aber auch die größte Chance der AfD.“

Die AfD lag in den Wählerumfragen zuletzt bei sieben Prozent. Sie stand damit deutlich schlechter da als noch zu Jahresbeginn.

Wirbel um grenzwertige Äußerungen in Sachsen-Anhalt

In der vergangenen Woche hatte die AfD für Negativ-Schlagzeilen gesorgt, nachdem interne Chat-Protokolle aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt an die Öffentlichkeit gedrungen waren. Landeschef und Bundesvorstandsmitglied André Poggenburg fing sich eine Abmahnung des Parteivorstandes ein, weil er in dem Chat „in Imitation eines NPD-Slogans“ den Spruch „Deutschland den Deutschen“ zum Besten gegeben und über die „Erweiterung der Außengrenzen“ spekuliert hatte. Nun wollen die Spitzenpolitiker der Partei offenbar Schlimmeres verhindern.

dpa/fn

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