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Peter Gauweiler (67).

CSU-Urgestein fordert Konsequenzen

Gauweiler nach Berlin: “Wir brauchen eine neue Grenzpolizei!“

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München - Er ist ein Mann der klaren Worte: der ehemalige CSU-Politiker Peter Gauweiler (67). Schon mehrmals warnte der Münchner vor möglichen Terroranschlägen in Deutschland. Die tz sprach mit ihm über die Tragödie von Berlin und über die Angst im Land:

Herr Gauweiler, Sie haben schon vor Wochen angemerkt, dass ein großer Anschlag in Deutschland nur eine Frage der Zeit ist. Jetzt ist es passiert. Wie muss die Politik nun reagieren?

Gauweiler: Es ist immer das Gleiche. Das amtliche Berlin versteht nicht das Naturgesetz: Wer Krieg überall in der Welt führt, mehrere islamische Länder bombardiert und Menschen via Drohnen wie Fliegen töten hilft, wird richtige Kriege im eigenen Land ernten. Diesen Zeitpunkt haben wir erreicht.

Es war ein Angriff auf unser öffentliches Leben. Haben Sie Angst, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Gauweiler: Nach den Regeln des Zufalls kann es jeden treffen. Als ich Polizeistaatssekretär war, stand auf einer großen Scheunenwand in Wackersdorf: „Tötet Gauweiler“. Mir war es seit dieser Zeit eigentlich immer wichtiger, dass die „Bösen“ vor mir Angst haben als umgekehrt. Aber schön ist auch das nicht.

Kann man so etwas verhindern? Wie muss dem Terror begegnet werden?

Gauweiler: Man darf keine Biotope entstehen lassen, wo das wachsen kann. Nicht im eigenen Land, wo man zwar ein Millionenheer von Fremden mit den Besonderheiten des deutschen Sozialstaats versieht, ihnen aber eine ordentliche Arbeit versagt. Und zum anderen – ich wiederhole mich – nicht, indem man durch heuchlerisch-moralische Militäraktionen das provoziert, an dessen Ende der Vergeltungsexzess steht.

Berlin trauert um die Opfer des Anschlags - Die Bilder

Anfangs vermutete man, der Täter sei ein Flüchtling. Würden Grenzkontrollen etwas ändern?

Gauweiler: Würde ein Wächter an der Tür etwas am Einbruchsdiebstahl ändern? Ja, natürlich! Wie lange warten wir denn noch?

Viele werden nun wieder vorbeten: „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen! Keine Angst zeigen.“ Die Menschen aber haben Angst. Was kann man hier tun, um dies wirklich zu ändern?

Gauweiler: Angst kann Leben retten. Wir brauchen keine Wege aus der Angst, sondern Wege aus der Gefahr. Als Sofortmaßnahme: Wiedereinführung der bayerischen Grenzpolizei, Abschiebung nicht in ferne Kontinente, sondern in das jeweilige Nachbarland, über das die unerlaubte Einreise erfolgt ist, also Österreich, Tschechien und Polen. So wie es in den Verträgen vorgesehen ist. Sofortiger Ersatzdienst für alle Flüchtlinge, die keine Arbeit haben, in jeder Gemeinde, zur Finanzierung ihres Aufenthalts. Und das Wichtigste: Schluss mit den westlichen Zivilisationskriegen, die das Entstehen des IS und das Anwachsen seines Einflusses überhaupt erst ermöglicht haben, den islamischen Terrorismus täglich beflügeln und eine Flüchtlingsbewegung säkularen Ausmaßes provoziert haben.

Ist unsere freie Gesellschaft in Gefahr?

Gauweiler: Es ist wie bei einem Biotop, das zu kippen droht.

Alles zum Anschlag in Berlin

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