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High Tech im Krieg gegen Hamas: Israel plant Einsatz von Laserwaffe

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Laut einem Bericht will Israel im Krieg mit der Hamas erstmals die Laserwaffe „Iron Beam“ nutzen, um die Raketen der radikalislamistischen Terrormiliz zu stoppen.

Aschkelon – Mehrere Städte geraten beim Krieg in Israel ins Visier der radikalislamistisch palästinensischen Hamas. Neben der Metropole Tel Aviv an der Mittelmeerküste, sind dies in Grenznähe zum Gazastreifen in diesen Tagen vor allem Aschkelon (rund 140.000 Einwohner) und Sderot (27.000).

Israel-Krieg: Laserwaffe „Iron Beam“ gegen Raketen und Drohnen

Sie werden mit Hunderten Raketen überzogen. Mehr noch: Wie später veröffentlichte Videos der Hamas zeigen, kamen beim heimtückischen Überfall auf israelische Siedlungen offenbar vereinzelt Drohnen zum Einsatz. Auch solche, die etwa über Militärfahrzeugen oder Krankenwagen Granaten abwarfen.

Viele Raketen, nicht alle, werden vom Raketenschutzschild „Iron Dome“ abgefangen. Auch jene der schiitischen Hisbollah aus dem Südlibanon. Gegen diese Geschosse und jene aus dem Gazastreifen soll nun wohl zudem eine neuartige Laserwaffe zum Einsatz kommen. Das berichtet die Welt. Die Rede ist demnach vom sogenannten „Iron Beam“.

Der damalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett lässt sich im Mai 2022 die Laserabwehrwaffe „Iron Beam“ erklären. (Archivfoto)
Der damalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett lässt sich im Mai 2022 die Laserabwehrwaffe „Iron Beam“ erklären. (Archivfoto) © IMAGO / ZUMA Wire

Welt beruft sich auf israelische Medien, wonach die Energiewaffe erstmals eingesetzt werden soll. „Iron Beam“ soll mit seinem Faserlaser in der Lage sein, Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu sieben Kilometern, unbemannte Drohnen und Mörsergranaten auszuschalten.

Israel-Krieg: „Iron Beam“ ergänzt „Iron Dome“ gegen Drohnen und Raketen

Es sind allesamt Waffen, deren Reichweite für „Iron Dome“ zu nah und die Flughöhe zu niedrig ist. Typisch für Israel, bleibt auch zu „Iron Beam“ vieles im Verborgenen. 2016 hatte die US-amerikanische Tageszeitung The Times of Northwest Indiana berichtet, dass die Laserleistung „einige Dutzend Kilowatt“ betrage.

Laut dem amerikanischen Politik-Fachmagazin The National Interest soll ein Schuss vergleichsweise günstige 2000 Dollar kosten, während die Kosten bei einer Abfangaktion mit Raketen (Iron Dome) bei 100.000 bis 150.000 Dollar liegen. Auch sei eine unbegrenzte Anzahl an Abschüssen möglich, ohne dass zeitintensiv nachgeladen werden muss. Laut des National Defense Magazine können sogar Ziele von der Größe einer Münze getroffen werden.

Das israelische Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems hatte „Iron Beam“ erstmalig am 11. Februar 2014 auf der „Singapore Airshow“ vorgestellt. Die Laserwaffe wird auf einer Fahrzeugplattform montiert, zum Beispiel auf einem LKW-Anhänger.

Israel-Krieg: Beginn der Bodenoffensive gegen Hamas ist noch unklar

Bodenpersonal erkennt eine Bedrohung mit einem Überwachungssystem und richtet den Laser dann aus. Auch hier sei der Personaleinsatz geringer als bei den Abfangraketen, heißt es. Die israelische Armee und die Regierung von Premier Benjamin Netanjahu planen als Reaktion auf das Hamas-Massaker, bei dem mehr als 1300 Israelis ermordet wurden, derzeit eine große Bodenoffensive. Deren Beginn war am Montagvormittag (16. Oktober) noch unklar. (pm)

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