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Erst am Mittwoch wurde der Übergang in den Gazasreifen für den Warenübergang geöffnet.

Für wie lange ist noch unklar

Gazastreifen: Israel schließt einzigen Personenübergang

Der Grenzposten Erez im Norden wurde als Reaktion auf die erneuten Palästinenser-Proteste am Freitag geschlossen. Für wie lange ist noch unklar.

Israel hat den einzigen Personenübergang zum Gazastreifen geschlossen. Der Grenzposten Erez im Norden des Küstenstreifens wurde am Sonntag als Reaktion auf die erneuten Palästinenser-Proteste vom Freitag mit zwei Toten abgeriegelt, wie eine Sprecherin der israelischen Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) im Verteidigungsministerium mitteilte. "Humanitäre Fälle" und Kranke dürften die Grenze jedoch weiterhin passieren. Wie lange die Sperrung andauern soll, blieb zunächst offen.

Bei neuen Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel hatten israelische Soldaten am Freitag nach palästinensischen Angaben mindestens zwei Palästinenser getötet. Nach israelischen Angaben warfen die Demonstranten Brandbomben in Richtung der Grenzanlage. Mehrere Palästinenser seien kurzzeitig auf israelisches Gebiet vorgedrungen.

Nach fünfwöchiger Sperrung hatte Israel am Mittwoch seinen einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen für den Warenverkehr wieder vollständig geöffnet. Israel hatte den Grenzübergang Anfang Juli für die meisten Güter gesperrt. Nach UN-Angaben sollen mehr als 400 Lastwagen in Kerem Schalom die Grenze von Israel in das Palästinensergebiet überqueren.

Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Mindestens 171 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.

Vor einer Woche trat eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas-Bewegung in Kraft. Dennoch gingen die Proteste der Palästinenser weiter.

afp

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