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Palästinensische Demonstranten bringen sich am Gazastreifen vor Tränengas in Schutz.

Palästinenser berichten

Drei Tote bei Luftangriff im Gazastreifen

Gaza - Bei einem Angriff der israelischen Armee im Zentrum des Gazastreifens sind drei Palästinenser getötet worden. Bei einer weiteren Attacke wurden rund 40 Menschen verletzt.

Bei einem israelischen Luftangriff sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen im Gazastreifen getötet worden. Die Opfer befanden sich in einem Haus im Flüchtlingslager Nusseirat. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Aschraf al-Kidra, Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums, in der Nacht auf Samstag mit. Der Angriff ereignete sich demnach nahe der Stadt Deir-al-Balla. Bei einer weiteren Attacke auf ein Haus in Gaza-Stadt wurden dem Sprecher zufolge rund 40 Menschen verletzt.

Nach Angaben des Ministeriums starben in dem Küstengebiet seit dem Beginn der israelischen Gaza-Offensive Anfang Juli 2096 Palästinenser, mehr als 10.500 wurden verletzt.

Die Vereinten Nationen schätzen den Anteil der zivilen Opfer unter den Palästinensern auf 70 Prozent. Die israelische Armee erklärte hingegen, bei 40 bis 50 Prozent der Getöteten handele es sich um "bewaffnete Kämpfer". Auf israelischer Seite gab es 68 Tote, bis auf vier Zivilisten alles Soldaten.

Israel und militante Palästinenser beschießen sich seit dem Scheitern von Waffenruhe-Verhandlungen zur Wochenmitte wieder gegenseitig. Israelischen Medienberichten zufolge starb am Freitag ein vierjähriger Junge in Israel durch eine von palästinensischen Extremisten abgefeuerte Mörsergranate.

Maschaal: Hamas war an Entführung dreier Jugendlicher beteiligt

Hamas-Führer Chaled Maschaal hat unterdessen eingeräumt, dass Hamas-Mitglieder an der Entführung und Ermordung dreier israelischer Jugendlicher im Westjordanland Mitte Juni beteiligt waren. „Wir wussten vorab nichts von der Tat, die diese Gruppe von Hamas-Mitgliedern begangen hat“, sagte Maschaal in einem Interview mit Yahoo News, das am Samstag veröffentlich wurde. „Aber wir verstehen, dass die Menschen unter der Besatzung und Unterdrückung frustriert sind und alles Mögliche unternehmen“. Maschaal betonte, dass die Hamas-Führung nicht in die Pläne eingeweiht gewesen sei.

Die drei israelischen Jugendlichen waren Mitte Juni im Westjordanland entführt und später tot aufgefunden worden. Die israelische Regierung machte die Hamas für ihren Tod verantwortlich. Die Palästinenserorganisation bestritt dies zunächst. Nach den Morden setzte eine Welle der Gewalt ein, die in den Gaza-Krieg mündete.

Maschaal äußerte sich auch zum aktuellen Gaza-Konflikt. „Hamas und der palästinensische Widerstand antworten auf die israelische Aggression“, sagte er. „Wir zielen nicht auf Zivilisten.“ Dass immer wieder auch Unbeteiligte getroffen würden, liege daran, dass die Hamas nur über ungenügende Technologie verfüge. „Unsere Waffen sind nicht so fortgeschritten, wie die des Feindes“, sagte der Hamas-Führer. „Wir versprechen, dass wir nur militärische Ziele anvisieren werden, falls wir präzisere Waffen bekommen“. Am Freitag war in Israel ein Vierjähriger durch eine von Palästinensern abgefeuerte Mörsergranate getötet worden.

dpa/AFP

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