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Schwindende Moral, hohe Verluste, Todesangst: Putin schickt angeblich keine neuen Truppen in die Ukraine

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Von: Patrick Freiwah

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Wladimir Putins Armee hat offenbar ein Moral-Problem.
Wladimir Putins Armee hat offenbar ein Moral-Problem. © Mikhail Klimentyev / dpa

Beim Militär von Russland und Wladimir Putin wächst angeblich die Furcht. Währenddessen will die Ukraine im Krieg Tausende Quadratmeter zurückerobert haben.

Kiew/Moskau - Wie ist die Lage in den umkämpften Gebieten der Ukraine? Angeblich hat Russland in der kriegerischen Auseinandersetzung im Nachbarland mit schwindender Moral seiner Truppen zu kämpfen.

Aktuell würde der Kreml keine neu zusammengestellten Truppen mehr in die Krisenregion entsenden, weil Freiwillige der russischen Armee von den jüngst angestiegenen Opferzahlen erschrocken seien. Unter dem Eindruck der vielen Toten in den Reihen der Russischen Föderation würden viele Soldaten den Einsatz im Ukraine-Krieg verweigern.

Ukraine-Krieg: Schwindende Moral bei Russland? Kiew vermeldet Landgewinne

Inwieweit die veröffentlichte These der Wahrheit entspricht, ist jedoch unklar: Es handelt sich um ein Statement des Generalstabs aus Kiew hinsichtlich der Feindbeobachtung. Eine Bestätigung aus russischer Perspektive gibt es wenig überraschend nicht. Beide Seiten im Ukraine-Konflikt werfen sich Manipulation und Desinformationskampagnen vor.

Derweil hat Ukraine-Präsident Präsident Wolodymyr Selenskyj über Rückeroberungen der von Russland eingenommenen Gebiete gesprochen und erklärt, dass bei der Gegenoffensive nicht weniger als „6000 Quadratkilometer“ okkupiert wurden. Ihm zufolge hätten Kiewer Streitkräfte russische Truppen im Gebiet Charkiw weitestgehend in die Flucht geschlagen. Das deckt sich jedoch mit russischen Berichten, wonach ein „strategischer Rückzug“ stattgefunden habe (mehr Infos im News-Ticker).

Ukraine: Russisches Militär zieht sich aus Charkiw zurück - Angreifer bei Donezk „vernichtet“

Bereits vergangene Woche deuteten sich erste Erfolge gegen die Invasoren an. Das Problem aus russischer Sicht: Das Militär des Moskauer Kremls hat offenbar eine Menge an Kriegsmaterial - schweres Gerät, Waffen sowie Munition - zurückgelassen. Die offenbar erfolgreiche Gegenoffensive in Charkiw nährt die Hoffnung von Kiews Regierung auf eine Wende im Ukraine-Krieg.

Derweil vermeldet jedoch auch Russland einen Erfolg in der Volksrepublik Donezk: Denis Puschilin, Anführer der aus Moskau gesteuerten Donezker Separatisten, bestätigte einen Angriff der Ukrainer auf den Flughafen Donezk. Laut seinen Schilderungen seien die Angreifer jedoch vernichtet worden.

Erste Berichte über die Attacke wurden bereits am Samstag veröffentlicht. Auf dem 2014 zerstörten Flughafen verlief seit damals die Front zwischen den Separatisten und der ukrainischen Armee. Ein gelungener Angriff der Ukraine hätte das erste Vorrücken auf das Separatistengebiet der von Russland ausgerufenen Volksrepublik bedeutet. (PF)

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