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Andächtig und gerührt verfolgen diese Königstreuen den Gottesdienst zum Gedenken an König Ludwig II.

So reagiert der Finanzminister

Guglmänner fordern: Söder soll Mallorca kaufen

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    Sebastian Tauchnitz
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Mallorca als bayerische Enklave? Ginge es nach den Königstreuen Guglmännern, die am Sonntag Ludwig II gedachten, sollte das Finanzminister Markus Söder verwirklichen. So reagierte er darauf.

Berg – Kaiserwetter beim Königsgedenken: Einige Hundert Königstreue haben sich vor dem morgigen 131. Todestag von König Ludwig II. an der Votivkapelle im Schlosspark von Berg (Kreis Starnberg) versammelt, um des Märchenkönigs zu gedenken. Wobei Märchenkönig, diese Bezeichnung hören die Mitglieder der „Vereinigung Ludwig II. – Deine Treuen“, die den Gedenkgottesdienst am Ufer des Starnberger Sees organisiert haben, gar nicht gerne. „Ludwig II. war kein Märchenkönig, wie immer behauptet wird“, stellte Stefan Jetz gestern bei der Kranzniederlegung klar. „Er war ein König der Technik und der Künste, ein König des Volkes und des Friedens.“ Ein Tag des Ersten Weltkriegs habe mehr gekostet als alle seine Schlösser. Prinz Leopold von Bayern, der das Haus Wittelsbach vertrat, hörte es mit Wohlgefallen.

Was er von der skurrilen Idee der Guglmänner, jenem mysteriösen königstreuen Geheimbund, hält, die zum Todestag verbreitet wurde, blieb ungeklärt. Die Kapuzenmänner hatten daran erinnert, dass der Kini einst den kühnen Plan hatte, dem spanischen König Alfons XII. die Insel Mallorca abzukaufen. „Was wären alle echten Bayern, aber auch edelgesinnte Preußen, froh, wenn die beliebteste Ferieninsel der Deutschen der achte Regierungsbezirk des Freistaats Bayern wäre“, unken die Gugelmänner, um den Finanzminister Markus Söder aufzufordern, diese Idee umzusetzen. Söder, der passenderweise ausgerechnet gerade auf Mallorca seinen Pfingsturlaub verbringt, mag den Vorschlag nicht aufgreifen.

 „Wir kaufen heute keine Inseln mehr, sondern investieren lieber in Bayern“, sagt er unserer Zeitung. „Vielleicht trauern wir manchmal noch Riva am Gardasee hinterher, denn das hat schon mal zu Bayern gehört.“ Die Worte von Militärpfarrer Mirko Zawiasa indes dürften Söder gefallen. Der Priester nahm den Kini in Schutz: „Er war ein Mann des Friedens. Kriege waren ihm zutiefst zuwider. Die Kosten für seine Schlösser waren, verglichen mit den Kosten des Kriegs, Peanuts.“ Auch die Königstreuen hörten das gerne. Und das Wetter, das war ja mindestens so schön wie auf Mallorca. 

Markus Söder.

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