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Der NRW-Innenminister Ralf Jäger sorgt sich wegen der nach Deutschland zurückkehrenden Salafisten.

Sorge vor Anschlägen

Gefahr durch zurückkehrende Salafisten

Düsseldorf - Etwa 15 Salafisten, die sich an Kämpfen in Syrien beteiligt haben, sind nach Deutschland zurückgekehrt. Deutsche Sicherheitsbehörden sind besorgt über die steigende Anschlagsgefahr.

„Rückkehrer aus den Kampfgebieten bereiten Verfassungsschutz und Polizei große Sorgen. Sie haben sich weiter radikalisiert und sind im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult“, sagte der nordrhein-westfälische Innenministers Ralf Jäger (SPD) den „Ruhr Nachrichten“ (Mittwoch). Einige kämen traumatisiert zurück und seien „in ihrem Verhalten unberechenbar“. Jäger: "Im Grundsatz kann man diesen Personen Anschläge zutrauen."

Im islamistischen Milieu in Deutschland könnten die Syrien-Rückkehrer zur Mobilisierung und weiteren Radikalisierung beitragen. "Sie haben den Heldenstatus der Fronterfahrung", hieß es in Sicherheitskreisen. Dieser Status werde genutzt zur Rekrutierung weiterer Kämpfer für radikalislamische Rebellengruppen in Syrien.

Den Angaben zufolge sind seit Beginn des Konflikts im März 2011 rund 300 Islamisten aus Deutschland nach Syrien gereist - zumeist über das leicht erreichbare Transitland Türkei. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatten 38 Prozent einen arabischen Hintergrund, 22 Prozent waren türkischstämmig. Der Anteil der zum Islam konvertierten Deutschen sei mit zehn Prozent "relativ hoch".

Die Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass das Andauern des syrischen Bürgerkriegs zur weiteren Radikalisierung der Islamisten in Deutschland führen wird. Pro Monat würden etwa fünf bis zehn Ausreisen in Richtung Syrien registriert. Das Rekrutierungspotenzial in Deutschland sei relativ hoch: Sicherheitskreise beziffern die Zahl radikaler Salafisten auf rund 5500.

afp/dpa

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