Positive Berichte gegen Informationen?

In Regensburger Korruptionsaffäre wird gegen Journalisten ermittelt

Regensburg - Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der Regensburger Korruptionsaffäre nun auch gegen einen Journalisten. Es gehe um positive Berichterstattung im Austausch gegen den Verrat von Dienstgeheimnissen aus nichtöffentlichen Sitzungen.

In der Regensburger Korruptionsaffäre ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen einen Journalisten aus der Domstadt. Es bestehe der Anfangsverdacht der Bestechung des Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (SPD), sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Theo Ziegler am Mittwoch. Es gehe um positive Berichterstattung im Austausch gegen den Verrat von Dienstgeheimnissen aus nichtöffentlichen Sitzungen. Der Journalist selbst hatte am Mittwoch von den Ermittlungen gegen ihn berichtet.

Das Landgericht Regensburg hatte in der vergangenen Woche den Haftbefehl gegen Wolbergs gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Nach knapp sechs Wochen konnte der 46-Jährige daraufhin die Justizvollzugsanstalt Straubing verlassen. Das Gericht hatte aber gegen Wolbergs mehrere Kontaktverbote verhängt.

Wolbergs soll einen Baulöwen bei der Vergabe eines früheren Kasernenareals bevorzugt haben. Im Gegenzug soll der beschuldigte Geschäftsführer einer Bauträgergesellschaft an die Regensburger SPD Spenden in sechsstelliger Höhe gezahlt sowie Wolbergs und ihm nahestehenden Personen geldwerte Vorteile verschafft haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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