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Donald Trump und sein künftiger Heimatsschutzminister John Kelly.

Team des Bald-Präsidenten

Dieser General kümmert sich um Trumps Einwanderungspolitik

Washington - Der designierte US-Präsident Donald Trump holt einen weiteren General in sein Regierungsteam: John Kelly, für den Posten des Heimatschutzministers. Er ist auch für die Einwanderungspolitik zuständig.

Wie er am Montag mitteilte, nominierte er den Vier-Sterne-General im Ruhestand, John Kelly, für den Posten des Heimatschutzministers. Der 66-jährige Kelly ist bereits der dritte pensionierte General, den der künftige Präsident nominiert. James Mattis ist für den Posten des Verteidigungsministers und Michael Flynn für den des Nationalen Sicherheitsberaters bestimmt.

Trump erklärte, Kelly sei aufgrund seines jahrzehntelangen Militärdiensts und seines "starken Engagements" im Anti-Terrorkampf die "ideale Wahl" für den Posten. Bei der "dringenden Aufgabe, die illegale Einwanderung zu stoppen und unsere Grenzen zu sichern", werde er an der Spitze stehen. Außerdem werde er die Koordinierung zwischen Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden verbessern.

John Kelly: Kommandant im Irak-Krieg

In einer von Trump verbreiteten Erklärung Kellys hieß es, er sei "demütig und dankbar" für die Nominierung als Heimatschutzminister in Trumps Kabinett. Bei der Präsidentschaftswahl am 8. November habe das amerikanische Volk dafür gestimmt, "den Terrorismus zu stoppen, die Souveränität an unseren Grenzen zurückzuholen und der politischen Korrektheit ein Ende zu bereiten, die zu lang unsere Vorgehensweise bei der nationalen Sicherheit diktiert hat".

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Kelly diente mehr als vier Jahrzehnte in der Marineinfanterie, bevor er zu Beginn dieses Jahres in den Ruhestand trat. Während der US-geführten Invasion im Jahr 2003 im Irak kommandierte er in heftige Kämpfe verwickelte Verbände. Er wurde während dieses Einsatzes zum General befördert.

John Kelly auch für die Einwanderungspolitik zuständig

Vor seiner Pensionierung leitete Kelly das Südkommando der US-Streitkräfte, das für die Militärzusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik zuständig ist. Er war auf diesem Posten auch für das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo in Kuba verantwortlich. Kelly hat einen Sohn in Afghanistan verloren, der dort als Soldat durch eine Mine getötet wurde.

Der Heimatschutzminister ist für den Anti-Terrorkampf im Inland, die Sicherung der US-Grenzen und teilweise auch für die Einwanderungspolitik zuständig - alles Themen, die Trump als Prioritäten seiner Regierungsarbeit benannt hat.

afp

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