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Die Ausschreitungen begannen, als etwa 150 Jugendliche die Polizei angriffen, die vor einer Reihe von Luxushotels postiert war.

Gewalttätige Ausschreitungen

Generalstreik in Griechenland gegen Sparmaßnahmen

Athen - Mit einem Generalstreik haben die griechischen Gewerkschaften am Donnerstag das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Die Proteste richten sich gegen die Sparmaßnahmen.

Der Ausstand richtete sich gegen weitere Sparmaßnahmen in dem hochverschuldeten Land, darunter zusätzliche Einschnitte bei den Renten. Etwa 20.000 Menschen beteiligten sich an Demonstrationen in Athen, bei denen es auch zu Ausschreitungen kam.

Der erste Generalstreik während der Regierung des linksgerichteten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras brachte den öffentlichen Nahverkehr in Athen ebenso zum Erliegen wie den Zugverkehr im Land und die Fährverbindungen zu den griechischen Inseln. Zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen. Behörden, Museen und andere öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. In Krankenhäusern lief nur noch eine Notversorgung.

Die Gewerkschaften hatten zu dem 24-stündigen Protest unter anderem wegen Steuererhöhungen und einer anstehenden Rentenreform aufgerufen. Nicht nur in Athen, auch in anderen großen Städte wie Thessaloniki machten Bürger ihrem Unmut über die Sparpolitik der Regierung Luft. "Ich protestiere gegen die Regierung, weil sie uns zum Narren hält. Ich bin Rentnerin und habe keine Ahnung, wie meine Rente aussehen wird", sagte die 63-jährige Maria Athanassiadou in Athen.

Gewalttätige Ausschreitungen bei Protesten

In der Hauptstadt demolierten junge Leute bei den Demonstrationen Geschäfte, Bushaltestellen und Ampeln. Die Ausschreitungen begannen, als etwa 150 Jugendliche die Polizei angriffen, die vor einer Reihe von Luxushotels postiert war. Auch ein Auto wurde mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt.

Angesichts des drohenden Staatsbankrotts hatten sich die Euro-Länder und die griechische Regierung Mitte August auf ein neues Rettungspaket mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro über die kommenden drei Jahre geeinigt. Es sieht eine Reihe von Auflagen und Reformen vor, die Athen erfüllen muss.

Derzeit liegt die linksgeführte Regierung in Athen wieder im Clinch mit den Gläubigern der Euro-Länder. Zum Erstaunen vieler Demonstranten hatte die Regierung sogar selbst zu einer "massenhaften Beteiligung" an dem Generalstreik aufgerufen und ihre Entschlossenheit bekräftigt, gegen eine "unsoziale, extrem neoliberale Politik" der Gläubiger anzukämpfen.

Die Euro-Finanzminister hatten am Montag erneut einen Beschluss zur Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von zwei Milliarden Euro verschoben und Griechenland eine Woche mehr Zeit gegeben, geforderte Reformen umzusetzen. Athen will aber Pfändungen von Immobilienbesitz bei überschuldeten Privathaushalten verhindern.

AFP

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