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Tausende Menschen versuchen, das Parlament in Georgien zu stürmen.

Nach Ansprache eines Abgeordneten

Massen-Demo in Georgien - Parlamentspräsident tritt zurück

Tausende Demonstranten versuchten nach einer Ansprache eines russischen Abgeordneten, das Parlament in Georgien zu stürmen. Nun tritt dessen Präsident zurück.

Update 16.40 Uhr: Nach den Massenprotesten in Georgien wegen des Auftritts eines russischen Abgeordneten ist nun der Parlamentspräsident zurückgetreten. Irakli Kobachidse habe „Verantwortung“ übernommen und sein Amt niedergelegt, so der Generalsekretär der Regierungspartei. Im Vorfeld hatte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten eingesetzt, insgesamt wurden offenbar 240 Menschen verletzt.

Update vom 21. Juni, 12.00 Uhr: Bei Ausschreitungen in der georgischen Hauptstadt Tiflis sind rund 240 Menschen verletzt worden. 102 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt, teilte das Gesundheitsministerium der Ex-Sowjetrepublik am Freitag lokalen Medienberichten zufolge mit. Unter den Verletzten sind den Angaben zufolge 80 Polizisten. Zunächst war von weit weniger Verwundeten bei den Protesten vor dem Parlamentsgebäude ausgegangen worden.

Die Erstmeldung vom 20. Juni: Tausende Demonstranten versuchen, Parlament zu stürmen

Tiflis - Tausende Demonstranten haben am Donnerstag versucht, das Parlament in Georgiens Hauptstadt Tiflis zu stürmen. Einsatzkräfte der Polizei drängten die rund 10.000 Menschen zurück, zahlreiche Demonstranten versuchten aber weiterhin, in das Gebäude zu gelangen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Auslöser der Unruhen war eine Ansprache eines russischen Abgeordneten vom Sitz des Parlamentspräsidenten aus während einer internationalen Veranstaltung.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt des Parlamentspräsidenten. Sie durchbrachen Polizeisperren und gelangten in den Innenhof des Parlaments, wurden aber zurückgedrängt.

Das prowestlich ausgerichtete Georgien wurde seit seiner Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991 von einem Bürgerkrieg und einem bewaffneten Konflikt mit Russland erschüttert. Im August 2008 kam es zu einem kurzen, aber blutigen Krieg, an dessen Ende Moskau die Unabhängigkeit der Separatistenregionen Süd-Ossetien und Abchasien anerkannte und dort Militärstützpunkte errichtete. Russland betrachtet die ehemalige Sowjetrepublik Georgien als seine Einflusssphäre.

AFP

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