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Ukrainische Polizisten errichten in Kiew eine Straßensperre, um Anhänger des georgischen Ex-Präsidenten und ukrainischen Oppositionspolitiker Saakaschwili zu stoppen. Foto: Efrem Lukatsky

Nach Festnahme

Saakaschwilis Anhänger belagern Gefängnis in Kiew

Tagelang widersetzte sich Michail Saakaschwili den Behörden. Nun ist der Oppositionelle wieder festgenommen worden. Zuvor hatte er noch zu Protesten aufgerufen.

Kiew (dpa) - Zahlreiche ukrainische Anhänger haben nach der erneuten Festnahme des Oppositionellen Michail Saakaschwili vor dem Gefängnis dessen Freilassung gefordert.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt belagerten die Demonstranten die Zufahrtsstraße zum Untersuchungsgefängnis des Geheimdienstes in Kiew, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Eine angrenzende Straße sei von der Polizei gesperrt worden.

Behörden hatten den georgischen Ex-Präsidenten und jetzigen Kiewer Oppositionspolitiker in der Nacht auf Samstag in Gewahrsam genommen. Für Saakaschwili ist es bereits die zweite Festnahme innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatten Demonstranten ihn aus einem Gefängnisbus befreit.

Die Behörden werfen Saakaschwili die Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vor. Er soll Geld aus dem Umfeld des nach Russland geflohenen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch erhalten haben. Damit sollen die Proteste für eine Amtsenthebung von Staatschef Petro Poroschenko finanziert worden sein, heißt es.

Dem Gesetz nach kann Saakaschwili bis zu 72 Stunden ohne Gerichtsentscheid festgehalten werden. Die Staatsanwaltschaft kündigte bereits an, Hausarrest für den Politiker zu fordern. Saakaschwilis Anwälte erwarten erst am Montag eine Entscheidung über weitere Maßnahmen. Der 49-Jährige hatte nach seiner Festnahme einen Hungerstreik angekündigt.

Saakaschwili hatte bereits vor seiner Festnahme zu einer weiteren Demonstration am Sonntag aufgerufen. Er weist die Vorwürfe gegen ihn als politisch motiviert zurück.

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