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Spricht Klartext: CSU-Vize Manfred Weber.

Gerangel um Seehofer-Nachfolge

CSU-Vize Weber wirft Parteifreunden Schädigung der CSU vor

Manfred Weber reicht es offenbar: Der CSU-Vize reagiert jetzt auf ein angebliches Geheimtreffen, Gerüchten um eine Spitzenkandidatur Herrmanns und anonyme Indiskretionen von Parteifreunden. 

München - Kurz vor der Entscheidung zur Zukunft von CSU-Chef Horst Seehofer hat sein Vize Manfred Weber einigen Parteifreunden die bewusste Schädigung der Partei vorgeworfen. „Der gezielte Versuch der letzten Tage, durch anonyme Indiskretionen weitere Gräben in der CSU aufzumachen, ist ziemlich durchschaubar“, sagte Weber am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Das gelte vor allem auch für den Umgang mit Seehofer und dem „offensichtlichen Plan, ihn und mich auseinanderzudividieren“.

Weber bezog sich dabei auf teils falsche Medienberichte über ein Geheimtreffen von ihm und Seehofer mit Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Innenminister Joachim Herrmann und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. In der Partei vermuteten viele dahinter den Versuch, Seehofers größten Widersacher Markus Söder zu verhindern, weil zwischenzeitlich Gerüchte über Herrmanns Zusage zur Kandidatur für die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2018 die Runde gemacht hatten.

Diese hatte Herrmann aber intern zurückgewiesen. Er betonte, die Entscheidung dazu sei noch nicht gefallen. Zudem sorgten Meldungen für Unruhe, wonach Weber seine Ambitionen für den Parteivorsitz angemeldet habe.

Weber: „Ich vertraue da auf seine Erfahrung“

„Spätestens nach dem Parteitag (Mitte Dezember) muss die CSU endlich wieder zusammenstehen“, betonte Weber. Jetzt sei Seehofer am Zug. „Er wird nach den Gesprächen am Wochenende berichten und einen Vorschlag für die richtige Zukunftsaufstellung machen. Ich vertraue da auf seine Erfahrung.“

Lesen Sie auch: Spitzenkandidatur? Was Herrmann zu CSU-Abgeordneten gesagt haben soll

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