+
Die Demonstrationen gegen den G20-Gipfel liefen in diesem Jahr völlig aus dem Ruder. 

Laut Medienberichten 

Gericht bestätigt rechtswidriges Polizeivorgehen in G20-Fall

Ein Hamburger Gericht hat nach einem Medienbericht erstmals das Vorgehen der Polizei rund um den G20-Gipfel in einem Fall als unrechtmäßig gewertet.

Hamburg - Das Verwaltungsgericht habe zwei Mitgliedern der Jugendgruppe Die Falken aus Nordrhein-Westfalen in einem „Anerkenntnisurteil“ bescheinigt, dass ihre Gewahrsamnahme in der Gefangenensammelstelle Harburg rechtswidrig gewesen sei, berichtete das „Hamburger Abendblatt“ (Samstag). Vom Verwaltungsgericht war zunächst keine Bestätigung zu bekommen.

Der Bus der sozialistischen Jugendorganisation mit Dutzenden Protestierern war am 8. Juli bei der Anfahrt zu einerDemonstration gegen den G20-Gipfel irrtümlich festgesetzt worden. Die Polizei soll die zum Teil minderjährigen Teilnehmer über Stunden ohne nähere Begründung festgehalten und schlecht behandelt haben. Laut der Zeitung wollen Falken-Mitglieder Schadenersatz von der Stadt Hamburg fordern.

Die Polizei bereut ihre Fehler

Im Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft hatten Innensenator Andy Grote (SPD) und die Polizei bereits am 19. Juli in dem Fall Fehler eingeräumt und um Entschuldigung gebeten. Ein Polizeisprecher sagte dem „Hamburger Abendblatt“, es habe sich um eine Verwechslung gehandelt. Zweieinhalb Monate nach dem Gipfel gibt es laut der Zeitung inzwischen 107 interne Ermittlungsverfahren gegen Polizisten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei-Wahl: Erdogan-Sieg bestätigt, türkische Medien feiern „Süperdogan“ - Özdemir warnt
Die Türkei wählte am Sonntag ihr neues Parlament und den neuen Präsidenten. Recep Tayyip Erdogan erklärte sich am Abend selbst zum Sieger. Alle News im Ticker zum …
Türkei-Wahl: Erdogan-Sieg bestätigt, türkische Medien feiern „Süperdogan“ - Özdemir warnt
Milliarden zur Schließung der Mittelmeerroute gefordert
Berlin (dpa) - EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat die Europäische Union aufgefordert, deutlich mehr Geld bereitzustellen, um illegale Migration über das …
Milliarden zur Schließung der Mittelmeerroute gefordert
Laschet fordert CSU zu Kompromissbereitschaft auf
Berlin (dpa) - CDU-Bundesvize Armin Laschet hat die CSU im Asylstreit zu Kompromissbereitschaft aufgefordert. Laschet sagte vor parteiinternen Beratungen: "Da steht mehr …
Laschet fordert CSU zu Kompromissbereitschaft auf
„Süperdogan“ - oder „Todesstoß für liberale Demokratie“: Tiefe Risse nach Türkei-Wahl
Recep Tayyip Erdogan bleibt Präsident. In der Türkei veranlasst das viele Medien zu wahren Jubelstürmen. Im Ausland befürchten viele Kommentatoren nun schlimmes für die …
„Süperdogan“ - oder „Todesstoß für liberale Demokratie“: Tiefe Risse nach Türkei-Wahl

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.