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Kretschmann darf aufatmen: Ehefrau Gerlinde besiegt den Krebs - und fordert Umdenken

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Von: Josef Forster

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Gerlinde und Winfried Kretschmann
Gerlinde Kretschmann hat ihre Krebserkrankung besiegt © Marijan Murat/dpa

Gerline Kretschmann, Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, hat den Krebs besiegt. Sie wirbt für einen offenen Umgang mit der Krankheit.

Stuttgart/München - Die Ehefrau von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Gerlinde Kretschmann, hat den Brustkrebs besiegt. Vor einer Rückkehr der Krankheit habe sie keine Angst, sagte die 74-Jährige der Illustrierten Bunte in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch. „Dafür bin ich einfach zu optimistisch“, fügte sie hinzu.

Wie Kretschmann betonte, war es ihr Wunsch, die Krankheit öffentlich zu machen. Damals sei sie von der Diagnose nicht übermäßig geschockt gewesen. „Meine Mutter ist an Krebs gestorben, deshalb war es nicht unwahrscheinlich, dass auch mich diese Krankheit treffen könnte.“ Sie selbst habe Operation und Strahlentherapie gut überstanden.

Zu dem Zeitpunkt befand sich ihr Ehemann Winfried Kretschmann im Wahlkampf für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. „Ich habe oft erlebt, wie schlimm es ist, wenn jeder merkt, dass es jemandem nicht gut geht, und keiner traut sich, das Thema anzusprechen - das finde ich entwürdigend“, erklärte Gerlinde Kretschmann gegenüber der Bunte.

Gerlinde Kretschmann wirbt für offenen Umgang mit Krebserkrankungen

Schon im vergangenen Juli hatte Gerlinde Kretschmann in der Südwest Presse für einen offenen Umgang mit Krebserkrankungen geworben.  „Es ist doch nichts Unanständiges, wenn man krank ist. Wir sind beide der Meinung, dass eine ernsthafte Erkrankung kein Tabu sein sollte, leider ist das immer noch viel zu häufig der Fall.“ Ihr Ehemann Winfried hatte kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg die Erkrankung öffentlich gemacht und angekündigt, im Wahlkampf kürzer treten zu wollen. „Er hat mich glücklicherweise nicht betüttelt“, erzählte die Frau des Ministerpräsidenten damals dem Blatt. „Aber er war da, und das war schön.“

Am 26. September wählten die Eheleute Kretschmann in Sigmaringen. Nach dem gemeinsamen Kirchgang im Ortsteil Laiz wurden sie von Sohn Johannes zur Wahl begleitet. Der 43-Jährige bewarb sich Grünen-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. In der Abstimmung musste er sich dem CDU-Kandidaten Thomas Bareiß geschlagen geben. (jif/dpa)

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