+
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu

Zur Lage in Nah-Ost

Gespräche in Jordanien - Netanjahu bemüht sich um Wiederaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Montag mit dem jordanischen König Abdullah II. über die Lage im Nahen Osten gesprochen.

Jerusalem - Netanjahu habe den Monarchen in Amman getroffen, teilte sein Büro mit. Bei dem Gespräch sei es um Bemühungen zur Wiederaufnahme des Friedensprozesses mit den Palästinensern sowie bilaterale Beziehungen gegangen. Jordaniens König gilt als mäßigende politische Kraft in der Region.

König Abdullah pocht auf Zwei-Staaten-Lösung

Der jordanische König Abdullah II. hat dabei auf eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt gepocht. Die Schaffung eines Palästinenserstaats mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt sei "die einzige Möglichkeit für Frieden und Stabilität in der Region", sagte der König demnach. Die Jerusalem-Frage sei der "Schlüssel" zum Frieden.

Netanjahu habe Israels Verpflichtung betont, den Status quo hinsichtlich der heiligen Stätten in Jerusalem zu wahren, hieß es in der Mitteilung. Jordanien ist Hüter der islamischen heiligen Stätten in Jerusalem. Im vergangenen Sommer war es zu blutigen Unruhen gekommen, nachdem Israel am Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Edles Heiligtum) Metalldetektoren aufgestellt hatte.

Jared Kushner, Nahost-Gesandter und Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, wird in dieser Woche zu Gesprächen in Israel erwartet. Nach israelischen Medienberichten könnte ein Friedensplan Trumps für den Nahen Osten in Kürze vorgestellt werden. Die Palästinenser haben jedoch skeptisch und pessimistisch auf diese Aussichten reagiert.

Trump gilt als klar pro-israelisch. Die Palästinenser haben die offizielle Kontakte mit der US-Regierung abgebrochen und sehen die USA nicht mehr als unparteiischen Vermittler. Die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem löste schwere Proteste aus.

Lesen Sie auch: Bei Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel: Netanjahu bemängelt deutsche Iran-Politik

dpa/afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Frontaler Angriff auf Pressefreiheit“ -Österreichs Innenministerium warnt Polizei vor liberalen Zeitungen
Es klingt wie ein Witz - und ist doch wahr: In Österreich hat das Innenministerium die Polizei vor enger Zusammenarbeit mit liberalen Medien gewarnt.
„Frontaler Angriff auf Pressefreiheit“ -Österreichs Innenministerium warnt Polizei vor liberalen Zeitungen
Österreichs Kanzler kritisiert FPÖ-Warnung vor drei Medien
Österreichs Innenminister steckt erneut in der Krise. In einer Mail fordert ein Sprecher seines Hauses die Polizei auf, die Kommunikation mit bestimmten Medien zu …
Österreichs Kanzler kritisiert FPÖ-Warnung vor drei Medien
TV-Duell: So sehen Sie Söder gegen Hartmann live im TV und im Live-Stream
Landtagswahl Bayern 2018: So können Sie das TV-Duell zwischen Markus Söder (CSU) und Ludwig Hartmann (Grüne) live im TV und im Live-Stream sehen.
TV-Duell: So sehen Sie Söder gegen Hartmann live im TV und im Live-Stream
Hambacher Forst: Räumungen gehen weiter - Gedenkstätte für toten Journalisten muss weichen
Hambacher Forst: Die Proteste gegen die geplante Rodung gehen weiter. Hacker legten zwischenzeitlich die Webseite von RWE lahm. Der News-Ticker.
Hambacher Forst: Räumungen gehen weiter - Gedenkstätte für toten Journalisten muss weichen

Kommentare