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Gesundheitsministerin Melanie Huml will 2017 ihr neues Büro in Nürnberg beziehen.

Für Melanie Huml soll‘s nach Nürnberg gehen

Ministerium soll ins Gewerbemuseum

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München - Wann, wohin und was soll das kosten? Für den umstrittenen Umzug des Gesundheitsministeriums nach Nürnberg gibt es jetzt ein grobes Konzept.

Vom Ministerium aus ist der Landtag ja quasi um die Ecke: zehn Minuten mit dem Auto, zu Fuß noch mal zehn. Ab Herbst 2017 wird Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wohl deutlich länger brauchen. Dann will sie ihr Büro in Nürnberg beziehen, Stand heute im schnieken Gewerbemuseum. Immerhin, der Bahnhof ist ums Eck. Fahrtdauer nach München: eine gute Stunde.

Der Umzug des Ministeriums in die Frankenmetropole ist längst beschlossene Sache. Huml selbst war bekanntermaßen nicht glücklich damit, ihre 250 Mitarbeiter ebenso wenig. 92 Prozent sprachen sich dagegen aus. Deshalb betonte Huml gestern im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes besonders oft, dass der Umzug „sozial verträglich“ ablaufen müssen. Inzwischen hält sie ihn übrigens für eine „historische Chance“.

Zweckoptimismus? Der erste Schock scheint jedenfalls verdaut, ein grobes Umzugs-Konzept steht. Danach könnte das Ministerium in besagtes Gewerbemuseum ziehen, ein Neobarockbau aus der Jahrhundertwende, in dem derzeit die Bayern Innovativ GmbH sitzt. Deren Mietvertrag läuft 2017 aus. Vorteil: Große Umbaumaßnahmen wären nicht nötig, die Verkehrsanbindung ist gut. Huml: „Das ist ideal, um auch weiterhin im Landtag präsent sein zu können.“

Der Ministerin sollen ab 2018 Mitarbeiter aus allen Abteilungen folgen, sofern sie wollen. So soll die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung auch im laufenden Umzug erhalten bleiben. Der soll immerhin zehn Jahre dauern.

Huml betont denn auch, dass der Umzug eine „Gesamtaufgabe der Staatsregierung“ sei, man also Hilfe benötige. Schon jetzt sind 90 zusätzliche Stellen eingeplant, allein zur Bewältigung des Umzugs. Auch für die Kosten gibt es einen vorläufigen Rahmen: Fürs nächste Jahr sind 2,7 Millionen Euro vorgesehen, für 2018 rund 2,9 Millionen, langfristig noch mal 7,5 Millionen.

Das Kabinett zeigte sich erwartungsgemäß zufrieden mit diesen Eckpunkten. Claudia Stamm (Grüne) fand im Ausschuss dagegen kritische Worte – zum Beispiel in Bezug auf den aktuellen Mietvertrag für das Ministeriumsgebäude am Haidenauplatz. Der läuft noch rund acht Jahre. Die Mietkosten, die also trotz Umzugs weiter anfallen, betragen laut Stamm 12,8 Millionen Euro – „bezahlt von Steuergeldern“. Was genau mit den frei werdenden Räumen passiert, ist noch nicht klar. Huml glaubt derweil nicht an Leerstand. „Der Freistaat wird dankbar sein, die Räume für anderes nutzen zu können.“

Größere Sorgen bereiten der Ministerin die Mitarbeiter. „Im Haus herrscht große Unsicherheit darüber, wie es weitergeht“, sagte sie. Allein 93 Beschäftigte haben Kinder unter 18 Jahren, ein Großteil ist im südlichen Oberbayern zu Hause. Da fällt ein Umzug schwer. Trotzdem hoffe sie, möglichst viele zum Umzug bewegen zu können, sagte Huml. Vielleicht durch attraktivere Arbeitsbedingungen: Künftig soll die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, ausgeweitet werden. Außerdem sei eine großzügigere Fahrtkostenerstattung möglich.

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