1. Startseite
  2. Politik

Gewalt und Konflikte in Afrika: Rund 26 Millionen Menschen von humanitärer und medizinischer Hilfe abgeschnitten

Erstellt:

Kommentare

Humanitäre und medizinische Hilfe fehlt aufgrund von Krieg und Gewalt in Afrika.
Internationales Komitee des Roten Kreuzes © Thomas Koehler/photothek.net / IMAGO

Aufgrund von Gewalt und bewaffneten Konflikten sind rund 26 Millionen Menschen in Afrika von humanitärer und medizinischer Hilfe abgeschnitten. Das teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) am Dienstag mit.

Kapstadt – Aufgrund von Gewalt und bewaffneten Konflikten sind rund 26 Millionen Menschen in Afrika von humanitärer und medizinischer Hilfe abgeschnitten. Das teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) am Dienstag mit. Hilfsorganisationen hätten demnach nur begrenzten Zugang zu 16,8 Millionen Menschen in der Sahel-Zone und der Region um den Tschadsee im Norden des Kontinents, zu 5,5 Millionen Menschen in Ostafrika sowie zu 1,5 Millionen Menschen in Zentralafrika.

«Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften verhindern, dass Hilfsorganisationen die Bedürftigsten in Afrika erreichen. Allzu oft sind es die Menschen, die nicht an den Kämpfen beteiligt sind, die am meisten unter Konflikten leiden», sagte der Afrika-Direktor des IKRK, Patrick Youssef. Das Komitee müsse beispielsweise mit 230 bewaffneten Milizen verhandeln, um Menschen in betroffenen Gebieten mit Wasser, Nahrungsmitteln und Gesundheitsdiensten versorgen zu können.

In vielen Teilen Afrikas sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Andere Milizen und Rebellengruppen kämpfen um politischen Einfluss oder um Kontrolle über Bodenschätze. Auch kriminelle Syndikate stellen in vielen Ländern eine Bedrohung dar. (dpa)

Auch interessant

Kommentare