Dramatische Entwicklung 

Gewaltwelle im Osten Mexikos: Mehrere Tote, darunter auch Kinder

In Mexiko gehört Gewalt zum Alltag. Im Mai erreichte die Zahl ein historisches Hoch. Doch trotz massiver Proteste geht die dramatische Entwicklung weiter.

Mexiko-Stadt - Bei einer Gewaltwelle sind im Osten Mexikos am Wochenende elf Menschen getötet worden. Unten den Opfern in der Unruheregion Veracruz sind vier Kinder und drei Polizisten, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.

Zunächst seien drei Polizeibeamte einem Angriff in einem Restaurant in der Stadt José Cardel zum Opfer gefallen. In einem anderen Vorfall habe ein bewaffnetes Kommando zwei Erwachsene und vier Kinder in der Hafenstadt Coatzacoalcos ermordet. An einem anderen Ort seien zudem zwei Frauen getötet worden.

Der Gouverneur von Veracruz, Miguel Ángel Yunes, sprach von einem Akt der Barbarei. „Das organisierte Verbrechen ist für ein schwerwiegendes Gewaltproblem in Veracruz verantwortlich“, klagte Yunes in einer Videobotschaft.

Veracruz ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Mehrere Verbrechersyndikate ringen dort um die Vorherrschaft. In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Berichte über die Entdeckung von Massengräbern mit Hunderten Leichen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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