Warnung vor Altersarmut

Gewerkschaftsbund fordert höhere Rentenbeiträge

München - Der Gewerkschaftsbund schlägt Alarm. Junge Menschen werden bis ins hohe Alter arbeiten müssen und nur wenig Rente bekommen. Er fordert deshalb höhere Rentenbeiträge.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bayern warnt vor wachsender Altersarmut und fordert höhere Beitragssätze. „Wenn die Politik nicht gegensteuert, werden die heute jungen Menschen erheblich länger arbeiten müssen und dennoch erheblich geringere Rentenansprüche haben“, sagte DGB-Chef Matthias Jena am Freitag in München. „Altersarmut und Bedürftigkeit drohen weiter zu wachsen.“ Der DGB fordert deshalb, den Beitragssatz der Rentenversicherung bis 2030 schrittweise von derzeit 18,9 auf 22 Prozent zu erhöhen, um Reserven aufzubauen. Damit könnten Rentenkürzungen verhindert werden, sagte Jena.

Dem DGB-„Rentenreport“ zufolge gab es in Bayern im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Die Höhe der durchschnittlichen Rente lag bei Männern, die 2013 erstmals Rente bezogen, bei 949 Euro. Frauen bekamen nur 529 Euro. Immer mehr alte Menschen seien damit auf Sozialhilfe angewiesen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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