+
Ein Foto zeigt wie ein Opfer des Giftgasangriffs in Chan Scheichun zur Behandlung getragen wird.

Zivilisten getötet

Giftgasangriff: EU verhängt in Syrien weitere Sanktionen

Im April wurde in der syrischen Stadt Chan Scheichun ein Giftgas-Angriff verübt. Mindestens 87 Menschen wurden dabei getötet. Nun hat die EU weitere Sanktionen deswegen verhängt.

Die Europäische Union hat angesichts des mutmaßlichen Giftgasangriffs auf syrische Zivilisten weitere Sanktionen gegen mehrere Syrer verhängt. Die Strafmaßnahmen der EU wurden auf acht ranghohe Angehörige der Armee von Staatschef Baschar al-Assad und acht Wissenschaftler ausgeweitet, wie die EU am Montag in Brüssel mitteilte. Die 16 Betroffenen seien an der "Entwicklung und am Einsatz chemischer Waffen gegen die Zivilbevölkerung" beteiligt gewesen.

Opfer des Giftangriffs werden von Helfern mit Wasser abgewaschen.

Damit hat die EU gegen nunmehr 255 Syrer Vermögens- und Einreisesperren verhängt. Zudem wurden gegen die Führung in Damaskus im Zuge des seit mehr als sechs Jahren andauernden Bürgerkriegs eine Reihe von Strafmaßnahmen erlassen, zu denen unter anderem ein Öl-Embargo, Beschränkungen für Investitionen und das Einfrieren von Guthaben der syrischen Zentralbank in der EU gehören. Außerdem ist der Export von Ausrüstung und Technologie nach Syrien untersagt, die zur Unterdrückung der Bevölkerung eingesetzt werden können.

Anfang April war im syrischen Chan Scheichun ein Giftgas-Angriff verübt worden, bei dem mindestens 87 Menschen getötet wurden. Westliche Staaten machen Assads Truppen dafür verantwortlich. Die syrische Regierung wies die Vorwürfe wiederholt zurück. Der Syrien-Konflikt hatte im Frühjahr 2011 mit zunächst friedlichen Protesten gegen Assad begonnen. Seither wurden nach Angaben von Aktivisten mehr als 330.000 Menschen getötet und Millionen Syrer in die Flucht getrieben.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Asyl für Mörder, Drogenhändler, Vergewaltiger? Dokumente sollen schlimme Einzelfälle enthüllen
Neue Enthüllungen erschüttern das deutsche Asyl-System und mit ihm die Bamf-Behörde. Denn Dokumente zeigen, welche Straftäter noch unter uns leben könnten.
Asyl für Mörder, Drogenhändler, Vergewaltiger? Dokumente sollen schlimme Einzelfälle enthüllen
„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?
In den Parteien will man den Asyl-Streit eher herunterkochen. Im heute journal stellt Moderator Claus Kleber hingegen eine Frage, die aufhorchen lässt.
„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?
Paukenschlag im Asylstreit: SPD bereitet sich auf Neuwahlen vor - Seehofer macht Merkel knallharte Ansagen
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Am Sonntag sollen bei einem Mini-Gipfel in Brüssel Lösungen gefunden werden. Alle Entwicklungen …
Paukenschlag im Asylstreit: SPD bereitet sich auf Neuwahlen vor - Seehofer macht Merkel knallharte Ansagen
Süd- und Nordkorea wollen im August Familientreffen zulassen
Seoul (dpa) - Zum ersten Mal seit fast drei Jahren wollen Süd- und Nordkorea wieder Begegnungen zwischen Familien organisieren, die der Korea-Krieg (1950-53) …
Süd- und Nordkorea wollen im August Familientreffen zulassen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.