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Karin Göring-Eckardt fordert die Legalisierung von Marihuana.

Justizminister lehnt Vorschlag ab

Göring-Eckardt für Legalisierung von Marihuana

Gera - Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat die Legalisierung von Marihuana gefordert. Sie will dadurch verhindern, dass die Menschen zu noch härteren Drogen greifen.

Die Strategie der Kriminalisierung sei gescheitert, sagte sie der „Ostthüringer Zeitung“ (Samstag). Legalisierung im Rahmen strenger Auflagen, insbesondere bei Jugendschutz und Gesundheit, wäre die richtige Wahl. „Die Illegalität führt dazu, dass junge Leute teilweise Drogen bekommen, bei denen sie nicht wissen, was drin steckt.“ Aufklärung und eine Legalisierung von Marihuana könnten verhindern, dass Menschen in etwas getrieben würden, was noch gefährlicher sei.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sagte am Samstag in Berlin, dass ein solcher Vorschlag von der Bundesregierung nicht mitgetragen werde. „Da wird es keine entsprechende Initiative geben.“

In den vergangenen Tagen hatte sich Grünen-Chef Cem Özdemir Ärger eingehandelt, weil er sich auf seinem Balkon neben einer Hanfpflanze beim Eiskübel-Duschen filmen ließ. Aus Hanf kann Haschisch und Marihuana gewonnen werden. Der Besitz solcher Pflanzen ist illegal. Auch Özdemir plädierte für eine Legalisierung.

dpa

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