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Katrin Göring-Eckardt.

Schulz will Kanzler werden

Göring-Eckardt kritisiert Gabriel nach Verzicht auf Kandidatur

Berlin - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nach dessen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur seiner Partei kritisiert.

"Die Entscheidung für Schulz als Kanzlerkandidat ist vor allem eine Entscheidung Gabriels gegen Gabriel", sagte Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Acht Monate vor der Bundestagswahl sei mit der Entscheidung für Martin Schulz völlig unklar, wofür die SPD stehe.

Zugleich äußerte die Spitzenkandidatin der Grünen auch Respekt vor Gabriels Entscheidung, die "für ihn persönlich schwierig" gewesen sei. Gabriel habe in den vergangenen Jahren die Sozialdemokraten geprägt wie kein anderer, sagte Göring-Eckardt. "Sigmar Gabriel hatte es mit seiner SPD nicht leicht und die SPD nicht leicht mit ihm. Dafür haben die beiden es erstaunlich lange miteinander ausgehalten."

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), hält die SPD auch mit Schulz an der Spitze für chancenlos. "Das Problem der SPD ist nicht Gabriel, Gabriels Problem ist die SPD - eine desorientierte Partei ohne Projekt", sagte Lambsdorff "Daran wird sich auch durch die Nominierung von Martin Schulz nichts ändern." Es sei nicht erkennbar, "wie die SPD wieder in die Erfolgsspur kommen soll".

afp

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