Katrin Göring-Eckardt begründet ihre erneue Kandidatur auch mit der aktuellen Flüchtlingskrise.
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Katrin Göring-Eckardt begründet ihre erneue Kandidatur auch mit der aktuellen Flüchtlingskrise.

Fraktionsvorsitzende prescht vor

Göring-Eckardt tritt wieder als Grünen-Spitzenkandidatin an

Berlin - Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, will auch im Bundestagswahlkampf 2017 wieder Spitzenkandidatin ihrer Partei werden.

 "Ich will gern kandidieren", sagte sie dem "Spiegel". Göring-Eckardt kündigte an, im Falle ihrer Nominierung ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf zu ziehen: "Wir werden unsere Politik vertreten und nach der Wahl entscheiden, mit wem wir koalieren." Neben dem grünen Landesminister Robert Habeck stehen damit schon zwei Interessenten für die Spitzenkandidatur der Grünen fest.

Göring-Eckardt war bereits im vergangenen Bundestagswahlkampf 2013 grüne Spitzenkandidatin, zusammen mit dem damaligen Fraktionschef Jürgen Trittin. Grund für die Wahlniederlage damals war ihrer Ansicht nach, dass die Menschen das Gefühl gehabt hätten, "wir wollten ihnen vorschreiben, wie sie zu leben haben".

Kandidatur auch wegen Flüchtlingskrise

Ihre erneute Kandidatur begründete die Fraktionsvorsitzende laut "Spiegel" mit der aktuellen Flüchtlingskrise: "Ich habe selbst erlebt, was es bedeutet, sich in Freiheit ganz neu zurechtfinden zu müssen, als die DDR plötzlich nicht mehr existierte." Jetzt werde sich die Gesellschaft wieder enorm verändern. "Ich will einen Weg finden, bei dem alle profitieren, die Flüchtlinge und auch die Menschen, die jetzt schon in Deutschland leben", sagte Göring-Eckardt. Vor kurzem hatte die Grünen-Politikerin für Aufsehen gesorgt, als sie Hass-Postings gegen ihre Person in einem Video auf Facebook vorlas.

Bereits im Mai hatte Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energieminister Robert Habeck Interesse an der Spitzenkandidatur bekundet. "Ich will mich einer Urwahl stellen", schrieb er damals in einem Brief an seinen Landesverband. Seine endgültige Entscheidung wollte er aber von der Entwicklung in den kommenden beiden Jahren abhängig machen.

AFP

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