+
Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Ex-Justizministerin 

Leutheusser-Schnarrenberger berät künftig Google

Berlin - Google hat in seinen Beirat für Fragen rund um die Löschung von Suchergebnissen die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) berufen.

Sie werde dem achtköpfigen Gremium angehören, das den Internet-Konzern beim Umgang mit den Löschanfragen beraten wird, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Freitag. Das Gremium soll von unterschiedlichen Gruppen Stellungnahmen einholen, um Fragen zu untersuchen, die bei besonders schwierigen Löschanträgen aufkommen, schreibt der Chef-Justiziar von Google, David Drummond, in der „FAZ“.

Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass Suchmaschinen wie Google Links zu Inhalten aus seinen Ergebnisseiten für bestimmte Anfragen löschen müsse, wenn sich ein Nutzer in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sieht. Google sehe das Urteil des Europäischen Gerichtshof zum „Recht auf Vergessen sehr kritisch, schreibt Drummond. Das Unternehmen respektiere aber selbstverständlich die Vorgaben des Gerichts. Bisher seien über 70 000 Löschanträge eingegangen, die mehr als 250 000 Websites betreffen. „Unser Team überprüft jeden einzelnen Antrag individuell, meistens mit begrenzten Informationen und fast ohne Kontext“, schreibt Drummond.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bund zahlte den Ländern 9,3 Milliarden für Flüchtlinge
Rund 20 Milliarden Euro hat der Bund im Jahr 2016 für Flüchtlinge ausgegeben. Darunter entfielen elf Milliarden Euro auch auf Maßnahmen zur Bekämpfung der …
Bund zahlte den Ländern 9,3 Milliarden für Flüchtlinge
Innenministerin: Attentäter von Manchester war Behörden bereits bekannt
Ein weiterer Terroranschlag erschüttert Großbritannien. Ein Selbstmordattentäter reißt bei einem Konzert in Manchester mehrere Menschen in den Tod. Alle Infos im …
Innenministerin: Attentäter von Manchester war Behörden bereits bekannt
Philippinen: Duterte will Kriegsrecht "brutal" durchsetzen
Islamistische Rebellen verbreiten Angst und Schrecken in einer Großstadt im Süden der Philippinen. Präsident Duterte verhängt deshalb das Kriegsrecht und kündigt an, es …
Philippinen: Duterte will Kriegsrecht "brutal" durchsetzen
Trump beim Papst: Ein Handschlag, viele Gegensätze
Rom - Im Wahlkampf hatte der Papst Trump kritisiert. Das erste Treffen wirkt warmherziger. Auch wenn sie bei wichtigen Themen wohl weiter über kreuz liegen dürften. 
Trump beim Papst: Ein Handschlag, viele Gegensätze

Kommentare