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Der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister und CSU-Generalsekretär Thomas Goppel würde Guttenberg keine zweite Chance geben

Goppel: Keine Rückkehr Guttenbergs in die Politik

Berlin - Der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister und CSU-GeneralsekretärThomas Goppel glaubt nicht an eine Rückkehr Guttenbergs in die Politik. Doch er nahm den Ex-Verteidigungsminster auch in Schutz.

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Der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister und CSU-Generalsekretär Thomas Goppel geht nicht von einer Rückkehr des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die Politik aus. “Das ist im Prinzip vorbei“, sagte Goppel am Mittwoch im Deutschlandfunk. “Ich glaube allen Ernstes, dass man in einer solchen Geschichte mit einem solchen Ergebnis mit solchen Vorgaben nicht davon reden kann, dass man morgen in der Politik wiederkommt.“

Der CSU-Politiker Guttenberg hatte im März sein Amt als Verteidigungsminister niedergelegt, nachdem die Universität Bayreuth ihm aufgrund von Plagiatsvorwürfen den Doktortitel aberkannt hatte.

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Den Umgang der Hochschule mit der Situation kritisierte Goppel scharf: “Dass die Universität Bayreuth sich selbst reinwäscht, halte ich nicht für gut.“ Guttenbergs Doktorvater trage eine Mitverantwortung. “Ein Doktorvater, der summa cum laude vergibt, und die eigenen Textstellen nicht einmal sieht, die da angeblich auch dabei sind, ist jemand, der im Betreuen des Doktoranden nicht genau genug und konkret genug gewesen ist.“

Die Uni Bayreuth veröffentlicht am heutigen Mittwoch den Abschlussbericht zur Plagiatsaffäre. In dem mehr als 40-seitigen Bericht kommt die Kommission “Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ zu dem Schluss, dass Guttenberg bei seiner Doktorarbeit die Standards guter wissenschaftlicher Praxis grob verletzt und die Prüfungskommission vorsätzlich getäuscht hat. Mit Spannung wird der Inhalt der dreiseitigen Erklärung erwartet, die Guttenberg Ende April zu den Vorwürfen abgegeben hat.

dpa

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