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Thomas Goppel.

Goppel lobt Friedrich für Kritik an Merkel: "Er hat Recht"

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München - Thomas Goppel, ehemaliger bayerischer Wissenschaftsminister und Vorsitzender der Senioren-Union, lobt seinen Parteikollegen Hans-Peter Friedrich für dessen Kritik an Merkel. 

Thomas Goppel, ehemaliger bayerischer Wissenschaftsminister und Vorsitzender der Senioren-Union, stützt seinen Parteikollegen Hans-Peter Friedrich, der Angela Merkel im "Spiegel" für das Erstarken von Pegida und der AfD mitverantwortlich macht. Goppel sagte im Interview mit dem MÜNCHNER MERKUR (Montagsausgabe): "Er hat Recht, wenn er sagt, dass unser konservatives Profil nicht ausreichend gepflegt wird. Wir müssen nachbessern – und dabei bewahren. Unwiederbringliche Denkmäler schützen wir mit Gesetzen – in der Politik passiert das leider nicht. Das ist schade. Dass sich Friedrich zu Wort gemeldet hat, ist gut."

Goppel, der noch unter Franz Josef Strauß im Kabinett saß, forderte eine Rückbesinnung auf "bewährte Ziele": "Die Union, die CDU mehr als die CSU, läuft lange schon Kleingruppen nach, deren Einfluss wächst, weil die schweigende Mehrheit den Mund hielt. Wenn Regen ständig an ein Fenster prasselt und ich den Rahmen nicht regelmäßig lackiere, wird es undicht."

Mit den Konservativen in der CSU sei lange nicht geredet worden, "sondern nur über sie. Das isoliert. Und: Wo eine Partei zu einem Thema schweigt, verflacht das Profil." Von Seehofer fordert Goppel, "Themen aufzugreifen, die morgen wichtig sind – und unbequem. Darin war Franz Josef Strauß Meister."

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