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Michail Gorbatschow

"Sie hoffen vergeblich"

Gorbatschow dementiert seinen Tod

Moskau - "Ich bin lebendig und es geht mir gut", versicherte Gorbatschow, nachdem am Mittwoch Hacker eine Falschmeldung über den Tod des 82-Jährigen verbreitet hatten.

Michail Gorbatschow hat eine makabere Falschmeldung über seinen Tod dementiert. "Sie hoffen vergeblich. Ich bin lebendig und mir geht es gut", sagte der inzwischen 82 Jahre alte letzte Präsident der Sowjetunion der Zeitung "Nowaja Gaseta".

Hacker hatten am Mittwoch den deutschen Twitter-Account der amtlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti geknackt und darüber verbreitet, Gorbatschow sei in einem Café in Jekaterinburg gestorben. Die Agentur gab an, den falschen Eintrag nach fünf Minuten gelöscht zu haben. Wer dahinter steckte, war zunächst unklar.

Gorbatschow spekulierte über die Urheber: "Entweder jemand wollte Werbung für seine Websites machen, oder jemand hat den Befehl irgend einer Regierung ausgeführt."

Während Gorbatschow als Vater der Perestroika im Westen ein hohes Ansehen genießt, werfen ihm viele Russen den Zusammenbruch der Sowjetunion und das wirtschaftliche und soziale Chaos in den Folgejahren vor. Auch sein Verhältnis zu Russlands Präsident Wladimir Putin ist angespannt, Gorbatschow warf dem Kremlchef schon mehrfach demokratische Rückschritte vor.

Bei seinen letzten öffentlichen Auftritten wirkte Gorbatschow müde, sein Gesicht war aufgedunsen. Ende Juni war er für eine Untersuchung mehrere Tage im Krankenhaus. Er leidet an Diabetes.

AFP

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