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Michail Gorbatschow bereitete als Sowjetpräsident die Grundlage für das Ende des Kalten Kriegs.

„Sehr enttäuscht über aktuelle Anführer“

Gorbatschow kritisiert Trump und Putin scharf  - und warnt vor neuem Kalten Krieg

Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow hat die Präsidenten Russlands und der USA angesichts heftiger Spannungen scharf kritisiert und dringend zu Gesprächen aufgerufen.

Wladimir Putin und Donald Trump müssten sich so bald wie möglich sehen, sagte Gorbatschow am Dienstag in Moskau. „Die Vorbereitungen für ein Treffen müssen beschleunigt werden.“

Gorbatschow warf den politischen Anführern vor, sie seien unfähig zum Dialog und zur Diplomatie. „Die Weltpolitik ist zu einem Schauplatz für den Austausch von gegenseitigen Anschuldigungen, Sanktionen und militärischen Drohungen geworden“, sagte er der Agentur Interfax. „Ich bin sehr enttäuscht, wie die aktuellen Anführer die Geschäfte leiten.“

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Neues Wettrüsten müsse verhindert werden

Putin und Trump müssten ein neues Wettrüsten wie im Kalten Krieg sowie eine militärische Konfrontation zwischen Russland und den USA verhindern, sagte Gorbatschow. Zuletzt hatten vor allem entgegengesetzte Interessen im Syrien-Konflikt Ängste vor einem Zusammenstoß geschürt. „Ich bin überzeugt, dass niemand Krieg will, aber solche Vorfälle können in einer glühenden Atmosphäre wie jetzt zu großen Schwierigkeiten führen“, sagte Gorbatschow.

Der 87-Jährige frühere Sowjetpräsident hatte in den 1980er Jahren wichtige Abrüstungsverhandlungen mit den USA geführt. Dies war eine Grundlage für das Ende des Kalten Krieges. Gorbatschow gilt überdies als einer der Väter der Deutschen Einheit. 1990 erhielt er den Friedensnobelpreis.

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dpa

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