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Markus Söder beim Fotoshooting für die August-Ausgabe von GQ Deutschland, www.gq-magazin.de

Minister geht in die Offensive

Söder vergleicht Seehofer und sich mit Robben und Ribéry

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München - Bayerns Finanzminister Markus Söder stand für das Magazin GQ vor der Kamera. Im Interview vergleich er zudem sich und Ministerpräsident Horst Seehofer mit Frank Ribéry und Arjen Robben.

Finanzminister Markus Söder geht in die Charme-Offensive. Auf seine Show-Politik wie in den ersten Monaten des Jahres verzichtet er inzwischen zwar. Jetzt inszenierte sich der Minister aber wieder einmal und gab dem Männermagazin GQ Deutschland für die August-Ausgabe ein Interview mit interessanten Einblicken in sein Leben.
 
Im Interview gibt Söder unumwunden zu, dass er in seinem damaligen Jugendzimmer ein riesiges Poster von Franz Josef Strauß hängen hatte. Eigentlich vermutet man andere Poster im Zimmer eines Achtklässlers... "Für mich war das cool, weil ich Strauß cool fand", erklärt Söder im GQ-Interview. "Mich interessierten immer Geschichte, Politik und Religion. Ich wollte die Welt nicht nur vom Sofa aus betrachten, sondern selbst aktiv sein." Seine Familie, erinnert sich der Finanzminister, sah sein Engagement skeptisch. Söder: "Besonders mein Großvater meinte, ich solle lieber was Vernünftiges machen. Aber Politik war immer das, was mich am meisten interessiert hat."

"Entweder du schaffst die Schule, oder du gehst auf den Bau"

Dass seine Leidenschaft schlussendlich tatsächlich zum Beruf geworden ist, empfindet der CSU-Politiker "als Glück". Seinen Ehrgeiz, der ihn dorthin geführt hat, habe er seiner Familie zu verdanken. "Die Arbeit stand bei uns immer im Vordergrund. Meine Eltern mussten hart arbeiten. Dies hat sich auf uns Kinder übertragen. Zu Hause gab es keine Kuschelpädagogik, da hieß es: Entweder du schaffst die Schule oder gehst auf den Bau", so Söder. "Das war nicht immer einfach, hat mich am Ende aber weitergebracht."

Seehofer und Söder "wie Ribéry und Robben"

Das Cover der August-Ausgabe von GQ.

Dann lässt sich der Minister zu einem interessanten Vergleich hinreißen: Er vergleicht Ministerpräsident Horst Seehofer und sich selbst mit den beiden Flügelflitzern des FC Bayern München, Frank Ribéry und Arjen Robben. Wie berichtet wächst der Ärger hinter den Kulissen bei der CSU: Söder und Seehofer geraten immer wieder aneinander. Es geht um Asyl, Grexit, Geld- und auch immer um die Machtfrage, wer und wann Seehofer ablöst.
 
"Ich habe großen Respekt vor dem Amt und auch vor der Person. Horst Seehofer hat Großes geleistet, indem er die CSU wieder zur absoluten Mehrheit geführt hat", sagt Söder über den Ministerpräsidenten. Und: "Ribéry und Robben fahren vielleicht nicht zusammen in den Urlaub, aber sie haben ein gemeinsames Ziel. Genau das eint mich mit Horst Seehofer. Wir haben auch ein gemeinsames Ziel: Bayern erfolgreich weiterzuentwickeln."

Das Interview mit einigen Bildern vom Fotoshooting mit Minister Söder in der Münchner Residenz erscheint in der August-Ausgabe von GQ Deutschland.

dor

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