+
Gregor Gysi will es noch mal versuchen.

"Aufstieg der AfD stoppen"

Gregor Gysi will 2017 erneut für Bundestag kandidieren

Berlin - Der langjährige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi will im kommenden Jahr erneut für den Bundestag kandidieren.

Der langjährige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi will im kommenden Jahr erneut für den Bundestag kandidieren. Er habe diese Entscheidung "nach reiflicher Überlegung" getroffen und komme dabei "vieler Bitten und Signale" insbesondere aus seinem Berliner Wahlkreis nach, sagte Gysi dem "Berliner Kurier" (Donnerstagsausgabe). Seine Partei forderte er auf, ein Bündnis mit SPD und Grünen anzustreben.

Rot-rot-grün müsse sich als Alternative zu einer unionsgeführten Bundesregierung positionieren, sagte Gysi. "Die CDU/CSU muss in die Opposition, auch damit sie die AfD überflüssig machen kann." Deutschland und Europa brauchten eine "andere, eine soziale, friedliche und demokratische Politik", sagte Gysi. Dies gehe nur mit einer starken Linken.

Gysi forderte seine Partei auf, mehr Bereitschaft zu einer alternativen Regierung zu zeigen. "Der Protest gegen Merkel muss in die richtigen Bahnen, damit sich endlich etwas positiv entwickelt im Land", sagte er. Die Linke müsse "noch mehr Verantwortung übernehmen".

Mit der aktuellen Linken-Führung sei er dabei einer Meinung, beteuerte er. "Katja Kipping, Bernd Riexinger, Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch und ich ziehen an einem Strang, um den Aufstieg der AfD zu stoppen", sagte Gysi.

Vor 15 Monaten hatte der Jurist auf dem Parteitag in Bielefeld seinen Rückzug von der Spitze der Linksfraktion angekündigt, zugleich aber offen gelassen, ob er sich bei der nächsten Wahl um ein Mandat bewerben würde.

Gysi war 1990 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt worden. Im kommenden Jahr möchte er nach eigenen Angaben auf einen Platz auf der Berliner Landesliste verzichten und lediglich als Direktkandidat im Bezirk Treptow-Köpenick antreten.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bangladesch fordert sichere Rückkehr für Rohingya
Das bitterarme Bangladesch hat Hunderttausende in Myanmar verfolgte Rohingya-Muslime aufgenommen. Jetzt wirft Premierministerin dem Nachbarland "ethnische Säuberungen" …
Bangladesch fordert sichere Rückkehr für Rohingya
Kim bezeichnet Trump als „dementen US-Greis“ - der kontert auf Twitter
Der Krieg der Worte eskaliert weiter. Kim Jong Un bezeichnet Trump nun als dementen Greis, den er mit Feuer bändigen wolle. Der US-Präsident schlägt auf Twitter umgehend …
Kim bezeichnet Trump als „dementen US-Greis“ - der kontert auf Twitter
Facebook legt US-Kongress mutmaßlich russische Werbung vor
Facebook kooperiert unter zunehmendem öffentlichen Druck stärker mit den US-Ermittlern zum möglichen russischen Einfluss auf die amerikanische Präsidentenwahl. …
Facebook legt US-Kongress mutmaßlich russische Werbung vor
Seehofer verteidigt Strategie der CSU - und seine Unterstützung für Merkel
Seehofer hat sich über die Kritik an seinem Wahlkampf offenbar derart geärgert, dass er schon vor der Wahl sein Vorgehen und die Unterstützung für Merkel rechtfertigt.
Seehofer verteidigt Strategie der CSU - und seine Unterstützung für Merkel

Kommentare