Eine Wespe nähert sich der Klimaaktivistin Greta Thunberg während einer Pressekonferenz.
+
Greta Thunberg ist mit Joe Bidens Klimapolitik nicht zufrieden.

Klimapolitik

Greta Thunberg kritisiert Joe Biden: Es wurde „nicht annährend genug“ getan

  • vonDana Popp
    schließen

Greta Thunberg hatte bei den US-Wahlen über Twitter dazu aufgerufen Joe Biden zu wählen. Nach 50 Tagen im Amt ist sie von dem neuen Präsidenten noch nicht überzeugt.

New York - Nach dem Amtseintritt von Joe Biden war eines seiner ersten Handlungen der Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen und blockierte den Bau der Öl-Pipeline Keystone XL. Außerdem veröffentlicht Biden am 27. Januar ein Programm um die Klimakrise zu bekämpfen. Darin steht unter anderem, dass die Produktion aus Offshore-Windenergie bis 2030 verdoppelt werden soll. „Der Planet schreit nach Hilfe zum Überleben, er schreit laut und verzweifelt“, sagte Biden in seiner Rede zur Amtseinführung. Trotzdem kritisierte Klimaaktivistin Greta Thunberg den US-Präsidenten und dessen Klimapolitik deutlich.

Greta Thunberg: Joe Biden soll die Klima-Krise auch wie eine Krise behandeln

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender MSNBC wurde Greta Thunberg zu ihrer Meinung über die Klima-Politik des US-Präsidenten Joe Biden gefragt. Eine Schulnote wollte sie dem Präsidenten nicht geben, sie verwies lieber auf die Wissenschaft. „Sie sollten lieber auf die Wissenschaft schauen und ob seine Strategien mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmen. Und dann können Sie deutlich sehen, dass es, nach wissenschaftlichen Richtlinien, nicht annähernd genug ist.“ sagte die 18-jährige Klimaaktivistin.

Trotzdem fordert sie eine Sache von US-Präsident Joe Biden. „Behandeln Sie die Klima-Krise auch wie eine Krise. Sie haben selbst gesagt, dass es eine existenzielle Bedrohung ist, und sie sollten es auch dementsprechend behandeln, was sie nicht tun. Sie behandeln den Klimawandel nur als eines von vielen politischen Themen unter anderen“, so Greta Thunberg bei MSNBC. Zudem fordert sie Biden dazu auf die ernste Lage in Bezug auf die Klima-Krise ehrlich zu beschreiben. „Denn wenn die Leute die Krise nicht als solche identifizieren, werden sie natürlich keinen Druck auf die gewählten Anführer ausüben.“, so Greta Thunberg.

Auch interessant

Kommentare