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Ein Öko-Experte echauffiert sich über Greta Thunberg und die Grünen.

Vernichtendes Urteil des Experten

„Provoziert mich“: Öko-Professor empört über die Klimaaktivistin - Seitenhieb auf Grüne

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Michael Braungart, einer der bekanntesten Umweltchemiker Deutschlands, spricht über Greta Thunberg, die Grünen und die Klima-Apokalypse. 

  • In einem Interview spricht der Öko-Experte Michael Braungart über Greta Thunberg und die Grünen.
  • Den Umgang mit der jungen Klimaaktivistin bezeichnet er als „lächerlich“.
  • Auch die Partei, die er mitbegründet hat, kommt nicht gut weg. 

Hamburg – Michael Braungart kann auf einen bewegten Kampf für die Umwelt um das Klima zurückblicken. Er begann als Greenpeace-Aktivist und gründete später die Grünen mit. In einem Interview mit dem Flensburger Tageblatt spricht er über Greta Thunberg und heutige Klimakatastrophen.

Greta Thunberg: Öko-Experte echauffiert sich über junge Klimaaktivistin 

Greta Thunberg* ist die Heldin der Klimaschutz-Aktivisten von „Fridays for Future“. Nicht aber für Braungart: „Sie kann nur Schwarz-Weiß sehen. Ich habe bei Greenpeace mein Leben eingesetzt, um Gift aufzuhalten. Ich habe Dreck eingeatmet ohne Ende, radioaktive Stäube. Und dann sitzt da jemand vor dem Parlament, geht nicht zur Schule, wird als große Widerstandskämpferin gefeiert und für den Nobelpreis vorgeschlagen. Wie lächerlich. Ich gebe zu, das provoziert mich.“

Erst kürzlich hatte Greta Thunberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut Kritik an der globalen Umweltpolitik geäußert. „Links, rechts, die Mitte - alle haben versagt“, kritisiert sie. Braungart scheint auch von der von Thunberg* initiierten „Fridays for Future“-Bewegung unbeeindruckt zu sein. „Wenn sich 1945 ein Kind auf den Rathausmarkt gestellt und geklagt hätte: ‚Was hinterlasst Ihr uns für eine Welt?‘, dann hätte ich das verstanden. Aber heute...“

Lesen Sie auch: Als Luisa Neubauer Ultimatum stellt, schüttelt Greta Thunberg heftig den Kopf - Krach bei den Klima-Aktivistinnen?

Greta? Auch die Grünen kommen nicht gut weg beim Öko-Experten: „Wellness-Partei“

Auch für die Grünen, die Braungart mitbegründet hat, hat er nur wenige lobende Worte. Sie seien eine wunderbare „Wellness-Partei.“ Aber deren Politik habe „mit der Realität nichts zu tun“, sagte er gegenüber dem Flensburger Tageblatt. Viele Grüne würden sich bemühen, es gäbe jedoch leider zu wenige, die Ahnung hätten. 

Michael Braungart ist Professor an der Erasmus-Universität in Rotterdam und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts. 

Greta Thunberg* twittert über die CO2-Bilanz und über fossile Brennstoffe. Dabei macht sie eine kleine Bemerkung mit großer Wirkung: „Meine Zeit endet ...“ In einem Interview macht Jürgen von der Lippe eine klare Ansage in Richtung Greta Thunberg. Auf Twitter wird er dafür scharf angegriffen und veräppelt.

Aufregung gab es außerdem um ein Foto aus Davos, auf dem neben Greta Thunberg Klimaaktivistinnen aus aller Welt posierten. Die afrikanische Vertreterin wurde herausgeschnitten.

Greta Thunberg hat vor, eine Marke anzumelden - ihre eigene Klima-Bewegung „Fridays for Future“. Ihre Begründung dafür klingt drastisch.

Nun bekommt Greta Thunberg eine eigene TV-Sendung. Der TV-Sender BBC plant eine mehrteilige Dokumentation mit der jungen Klimaaktivistin. 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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Kommentare

RadlerAntwort
(0)(0)

Mir ist nicht klar worauf Sie hinaus wollen...

Wie lange ein Projekt existiert macht keine Aussage darüber wie lange es dauern muss. Wie sie vielleicht auch mitbekommen haben gibt es ebenso Projekte/Entwicklungen die in der Schublade verschwinden oder künstlich verzögert werden weil sie anderen, privatwirtschaftlichen Interessen deutlich im Weg stehen...

Die 3,4 Mrd € sollen wofür sein? Wenn Iter fertig ist wird es ziemlich sicher 20 Mrd € gekostet haben. Dann steht da ein einzelnes Experiment. Da wird auch nach zig Jahren keine einzige kWh Strom erzeugt. Wie danach irgendwann die (hypothetische) Nutzung und Wirtschaftlichkeitsrechnung für Kernfusion aussieht ist völlig offen.

Sehr genau hingegen weiß man was aktuell Anschaffung und Betrieb z.B. eines Windrades kostet und wie es mit der Wirtschafltichkeit aussieht. Zudem ist schon jetzt nicht mehr die nachhaltige Erzeugung von Strom das Hauptproblem der Entwicklung sondern Speicherung und Verteilung.

Wind-/Photovoltaik-/Biomasse-/Wasserkraft *ist* Nutzung des besten Fusionsreaktors den wir jemals haben werden. Nennt sich Sonne...

Motive Attribution Asymmetry
(0)(0)

Neid, immer noch die ehrlichste Form der Anerkennung...

MalinoisAntwort
(0)(0)

Da hätte ich Mal ne Frage um welche Problem handelt es sich denn jetzt genau, da sie ja jetziges Problem geschrieben haben...

Also Windkraft, Wasserkraft und Solar ist jetzt Kernfusionsenergie? Haben sie ja geschrieben erneuerbare Energien wären sowie so schon Kernfusion .

Ob das Projekt ein Flop wird werden wir sehen ich habe das Beispiel gebracht weil sie vorher geschrieben haben es tut sich ja sowieso nichts. Das stimmt nicht es geht halt alles nicht von jetzt auf gleich das Projekt Iter gibt es seit nunmehr 70 Jahren da sieht man wie lange so etwas dauert. Sie sagten das ist kein Privates Projekt sondern staatlich. Alle unsere Projekte sind staatlich finanziert ja wie soll sich das auch ein privater leisten.

Ich bin jetzt schon auf ihre Rechnung gespannt wie sie 3,4 Mrd. € Nutzen wollen damit wir auf 100% erneuerbare Energien zurück greifen können.