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Greta Thunberg hat einen offenen Brief verfasst.

„Friday for Future“-Aktivistin

Greta Thunberg ruft zum Generalstreik auf - eine deutsche Bank will mitmachen

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Greta Thunberg ruft zum Generalstreik in Schweden auf. Experten schätzen die Erfolgsaussichten ein.

Stockholm - Droht am 27. September in Schweden der Zusammenbruch des öffentlichen Lebens? Wenn es nach Greta Thunberg geht, könnte das durchaus der Fall sein. Denn die 16-Jährige hat zum Generalstreik aufgerufen. Thunberg hat einen offenen Brief an schwedische Medien geschickt. Es heißt darin: „An alle Erwachsenen in Schweden: Streikt am 27. September.“

Greta Thunberg fordert Klima-Generalstreik in Schweden

Auch den Grund, weshalb sie zu dem Streik aufruft, erklärt Thunberg: „Schule und Beruf machen zusammen die Basis der Gesellschaft aus und wenn beide streiken, dann hält die Gesellschaft inne. Die Jugend hat bereits nach Veränderung gefragt, nun verlangt die Klimakrise, dass die Erwachsenen dasselbe tun.“

Die Aussichten, dass Thunbergs Aufruf zu einem Erfolg wird, halten Experten allerdings für gering. Mats Erikson, Sprecher des Gewerkschaftsverbands LO, erklärte gegenüber dem Magazin ETC: „Wir werden nicht zum Streik aufrufen. Wir verwenden die Waffe Streik nicht, wenn es um allgemeine politische Fragen geht, so wichtig sie auch sein mögen.“

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Greta Thunberg ruft zum Streik auf - Experten sind skeptisch

Der frühere Jurist des Gewerkschaftsverbandes, Kurt Junesjö, deutete gegenüber der Boulevard-Zeitung Aftonbladet ebenfalls Skepsis an. „Ein solcher Streik wäre möglich, wenn er kurz ist. Aber ich denke, dass das sehr unwahrscheinlich ist.“ Als Argument für seine These führt er die Historie Schwedens ins Feld. „Schweden gehört zu den Ländern in Europa mit den wenigsten Arbeitstagen, die durch Streiks verlorengehen. Wir greifen darauf traditionell nur selten zurück“, fuhr Junesjö fort.

Die von Thunberg ins Leben gerufene globale Bewegung „Fridays for Future“ beruht darauf, dass Kinder und Jugendliche zum Schulstreik aufgerufen wurden. Sie demonstrieren sie unter anderem für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Thunberg war kürzlich auch in Berlin zu Gast.

Fridays For Future: Streikaufruf auch in Deutschland - Bank unterstützt Vorhaben

Ähnliche Streik-Bestrebungen gibt es allerdings auch für Deutschland. Der deutsche Ableger der Fridays-For-Future Bewegung will am 20. September „alle Generationen“ zu einem Klimastreik bewegen. Der Tag soll Auftakt für eine Aktionswoche werden, die bis zum von Greta Thunberg angepeilten Streikdatum des 27. September reicht. Und auch aus der Wirtschaft gibt es Unterstützung: Die auf Nachhaltigkeit ausgelegte GLS Bank ruft für den 20. September ebenfalls zum globalen Klimastreik auf.

In unserem News-Ticker begleiten wir Greta während ihrer Zeit in New York.

Mehr: Greta Thunberg: Schockierende Nachricht von „Fridays for Future“-Streiks, wie extratipp.com* berichtet.

Video: Greta Thunberg in Berlin: „Wir werden nie aufhören“

Sie galt mal als „Klimakanzlerin“, doch das Ansehen von Angela Merkel ist in der „Fridays for Future“-Bewegung gesunken. Das unterstreicht nun auch Luisa Neubauer.

Seit längerem gehen Schüler für den Klimaschutz auf die Straße. Nun will sich ausgerechnet eine Escort-Dame darunter mischen und zieht dafür besonders drastische Konsequenzen. 

Auch bei der Sendung „Hart aber Fair“ drehte es sich um „Fridays for Future“ und das Klima.

Die Koalition streitet über den richtigen Weg für mehr Klimaschutz. Einigen Umweltverbänden reichen die bisherigen Pläne für den Verkehr nicht aus.

dg

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Kommentare

Ex-SchwabingerinAntwort
(0)(0)

Ich bin mal auf die Gesichter gespannt, wenn alle hier co2 Steuer bezahlen ---bestimmt nicht wenig--- und sich in 5 Jahren aber auch gar nichts geändert hat, ja selbst in 10 nichts passiert ist...nur das Geld...das ist dann schon mal weg...viele haben bezahlt...einige haben sehr viel verdient...

binoAntwort
(0)(0)

Zahlen alles die schwer reichen Eltern.

binoAntwort
(0)(0)

Aber bitte nicht aus Plastikbecher trinken und Plastikgeschirr verwenden, so wie die demonstrierenden Kids, die sich vorher noch schnell mit Burger und Fastfood eindecken, denn Demonstrieren macht hungrig und durstig.