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EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD)  warnt abermals vor einem Ausstieg der Griechen aus dem Euro. 

Schuldendrama

Grexit-Talk bei Jauch: Heiße Debatte, Warnungen, Drohungen 

Berlin - Griechisches Schuldendrama und kein Ende: Wieder war es Streitthema bei einem TV-Talk, diesmal bei Günther Jauch. Vor allem Wolfgang Bosbach und Martin Schulz diskutierten heiß pro & contra Grexit.

Während der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD)  abermals vor einem Ausstieg der Griechen aus dem Euro warnte, zeigte sich Wolfgang Bosbach (CDU) mit seiner Geduld am Ende. Indirekt deutete Bosbach, der als innerparteilicher Kritiker der Merkelschen Rettungspolitik bekannt ist, sogar seinen Rücktritt an.

Bosbach sagte, er werde mit Nein stimmen, wenn es im Bundestag um neues Geld für Griechenland gehe. Und er kündigte auch an, dann "Konsequenzen" zu ziehen - dem Zuschauer blieb es überlassen, dies als ein Drohung mit seinem Rückzug aus der Politik zu sehen.  

Die Zeit für eine Einigung wird eng: Am 30. Juni läuft das Hilfsprogramm für Griechenland auf europäischer Seite aus. Ohne Einigung droht dem Land der Staatsbankrott. Ende Juni muss Athen zudem rund 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

Das Szenario eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone erzeugte in der Sendung bei Martin Schulz sichtlich Nervosität. Seine Einschätzung: Der Grexit wäre eine "unkalkulierbare Gefahr für die Weltwirtschaft".

Wie zugespitzt die Lage inzwischen ist und wie sehr um das Thema in Berlin gestritten wird, fingen die Kameras bei Jauch spürbar ein.  

Auch Ulrike Herrmann von der "taz" warnte in der Runde dringend vor dem Grexit. Der Wirtschaftsprofessor Max Otte hingegen setze sich im Gegenteil für eine Griechenland ohne Euro ein. Dann erst kämen die Hilfen bei den Menschen in Griechenland an und nicht nur bei den Banken, so Otte. 

SPD-Mann Martin Schulz nutze die Sendung,  um an den griechischen Regierungschef Tsipras zu appellieren und erinnerte ihn an seine Verantwortung als Politiker.

Die neuerliche Eskalation macht inzwischen viele in Berlin nervös - und der Disput zwischen Schulz und Bosbach zeigte, dass die Zerreissprobe wohl noch lange nicht zu Ende ist.

js

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