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Alexis Tsipras.

Dramatische Rede vor Syriza-Zentralkomitee

"Keine andere Wahl" - Tsipras verteidigt Sparprogramm

Athen - In einer dramatischen Rede vor dem Zentralkomitee seiner Syriza-Partei hat Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras seine Kehrtwendung zu einem neuen Sparprogramm mit den internationalen Gläubigern verteidigt.

Er habe „keine andere Wahl“ gehabt, als den neuen Verhandlungen zuzustimmen, sagte Tsipras am Donnerstag in seiner Rede, die auch vom Fernsehen übertragen wurde.

Allerdings könne der daraus entstandene Streit mit dem linken Flügel der Syriza nicht fortgesetzt werden. Dieser hatte bei den Abstimmungen über neue Sparprogramme im Parlament mit Nein gestimmt und damit für den Verlust der Regierungsmehrheit gesorgt. Allerdings sorgte die Opposition mit ihren Stimmen für die Annahme des Sparpakets. Zur Lösung der Auseinandersetzung mit dem linken Syriza-Flügel schlug Tsipras eine „demokratische Entscheidung“ vor - entweder bei einem Parteitag im September oder bei einer Abstimmung aller Parteimitglieder am kommenden Wochenende. Wegen des Richtungsstreits droht der Syriza die Spaltung.

Wer glaube, eine bessere Lösung zu haben, „der soll es sagen, auch wenn dies die Rückkehr zur (alten Währung) der Drachme bedeuten würde“, meinte Tsipras. „Zauberlösungen“ gebe es nicht.

Linker Flügel wirft Tsipras Kapitulation vor  

Tsipras steht wegen der Sparauflagen der internationalen Kreditgeber in der eigenen Partei stark unter Druck. Der linke Syriza-Flügel beschuldigt ihn der "Kapitulation" vor den Gläubigern.

In einem Interview mit dem Syriza-Radiosender Sto Kokkino hatte der Regierungschef am Mittwoch zur anstehenden Abstimmung über weitere Kürzungspakete gesagt, sollte es dafür keine parlamentarische Mehrheit geben, werde er "gezwungen" sein, vorgezogene Parlamentswahlen einzuberufen.

Athen muss in den kommenden Wochen mit den Gläubigern ein Kreditpaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro aushandeln. Die Zeit für eine Einigung drängt, weil Athen am 20. August knapp 3,2 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen muss. Im September werden weitere 1,5 Milliarden Euro an den IWF fällig.

dpa/AFP

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