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Flüchtlinge am Mittwoch nach ihrer Ankunft im Hafen von Piräus. 

Griechenland: Tausende Flüchtlinge erreichen Piräus

Athen - Kein Ende des Flüchtlingszustroms in Griechenland: In der Hafenstadt Piräus sind am Morgen mehr als 1350 Flüchtlinge und Migranten angekommen, teilte die Hafenverwaltung mit. Weitere 1000 Migranten würden später am Tag erwartet.

Die Menschen hatten in den vergangenen Tagen aus der Türkei zu den griechischen Inseln der Ostägäis übergesetzt. Nur Flüchtlingen aus Syrien und Irak wird die Weiterreise in Richtung Norden nach Mazedonien erlaubt. Mazedonien gestattet nur Flüchtlingen aus diesen beiden Ländern die Weiterfahrt nach Mitteleuropa.

Zahlreiche Afghanen verbrachten die Nacht auf einem Platz im Zentrum Athens. Dort werden Kontakte mit Schleusern geknüpft, die den verzweifelten Menschen Fahrten nach Mitteleuropa über neue Routen versprächen, berichteten griechische Medien übereinstimmend.  

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte am Mittwochabend angekündigt, Athen werde politische Beschlüsse der EU blockieren, bis die vereinbarte Verteilung von Flüchtlingen auf die Mitgliedstaaten in die Tat umgesetzt werde. Tsipras nannte es zudem eine "Schande", dass Österreich und weitere Länder der Westbalkan-Konferenz am Mittwoch in Wien eine Konferenz zur Asylpolitik abgehalten haben - außerhalb des EU-Rahmens und ohne griechische Beteiligung.

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