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Der ehemalige Finanzminister Griechenlands, Giannis Varoufakis, steht im Verdacht, heimlich Pläne für einen Grexit geschmiedet zu haben.

Gab es Geheim-Pläne für einen Grexit?

Varoufakis im Visier des Staatsanwaltes

Athen - Während die Geldgeber jetzt mit der Führung in Athen wegen eines dritten Hilfspaketes verhandeln, gerät der frühere griechische Finanzminister Giannis Varoufakis ins  Visier des Staatsanwaltes.

Wie mehrere Medien berichten, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Athen gegen Varoufakis. Die Justiz wirft dem Ex-Minister vor, im Geheimen Pläne für eine Grexit vorangetrieben zu haben und eine Rückkehr zur Drachme vorbereitet zu haben. Wie es heißt, wurde vom Obersten Gerichtshof eine Anklageschrift  an das Parlament geschickt. Denn bevor die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen Varoufakis weiter verfolgen kann, müsste das Parlament die Immunität des zurückgetretenen Finanzministers  aufheben.

Griechische Parteien wollen schnelle Aufklärung  

Die griechischen Parteien fordern eine schnelle Klärung der Berichte über einen angeblichen geheimen „Grexit“-Plan von Varoufakis. Einem Bericht der griechischen Zeitung „Kathimerini“ zufolge soll dieser den Aufbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Das gehe aus einem Mitschnitt einer Telefonkonferenz von Varoufakis mit führenden Hedgefonds-Mitarbeitern am 16. Juli hervor, berichtete die Zeitung. Ein Radiosender veröffentlichte am Montag eine Aufnahme, auf der diese Aussagen zu hören sein sollen. Ob die Aufzeichnung echt ist, war zunächst unklar.

Vize-Finanzminister Dimitris Mardas sagte im griechischen Rundfunk, diese Pläne seien bei Sitzungen der Regierung nie zur Sprache gekommen. Varoufakis selbst schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Ich bin beeindruckt von der Fantasie meiner Verleumder.“ Der britischen Zeitung „Telegraph“ sagte er, seine Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.

js/dpa

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