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 Vor dem Richter: Der Chef der griechischen rechtsradikalen Partei Goldene Morgenröte ( Chrysi Avgi), Nikolaos Michaloliakos (rechts).

Nikolaos Michaloliakos

Griechischer Neonazi-Führer vor dem Richter

Athen - Der Chef der griechischen rechtsradikalen Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi), Nikolaos Michaloliakos, ist am Mittwochabend dem Haftrichter in Athen vorgeführt worden.

Ihm wird vorgeworfen, die Partei in eine verbrecherische Vereinigung verwandelt zu haben. Vor dem Gericht versammelten sich rund 300 Sympathisanten. Sie schwenkten griechische Fahnen und skandierten den nationalistischen Schlachtruf der Goldenen Morgenröte „Blut, Ehre, Goldene Morgenröte“.

Zuvor hatte die griechische Justiz die ersten drei verhafteten Mitglieder der Neonazi-Partei unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Haftrichter beschloss am Mittwochmorgen, dass nur einer von ihnen bis zu seinem Prozess in Gewahrsam bleiben muss. Die Staatsanwaltschaft wirft insgesamt 32 führenden Parteimitgliedern vor, die Neonazi-Partei in eine kriminelle Vereinigung umgewandelt zu haben. Ihnen werden außerdem Totschlag, Erpressung, Sprengstoffanschläge und Geldwäsche zur Last gelegt.

Merkel in Athen - Gewaltsame Proteste

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Dem Schlag von Justiz und Polizei gegen eine immer stärker werdende Neonazi-Szene in Griechenland war der gewaltsame Tod eines linken Rappers vorausgegangen. Er war am 18. September in Piräus von einem Rechtsradikalen niedergestochen worden.

dpa

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